Jaguar

Jaguar XF 2,2 l Diesel – Feines Downsizing

 

Von Dietmar Stanka

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Foto: D.Stanka

 

Ganz neu ist es nicht, dass in einem Jaguar ein Vierzylinder-Diesel sein Werk verrichtet hat. Und doch scheint es Lichtjahre zurück. Heute ist auch alles anders bei der zum indischen Tata-Konzern gehörenden britischen Traditionsmarke.


Freigestrampelt von Ford und auf eigenen Füßen unterwegs, darf sich Jaguar mit eigener Kraft entfalten. Zum Wohle aller. Seit dem Sommer zeigt sich der XF nicht nur mit einer neuen Optik, unter der Haube werkelt auch ein neues Triebwerk

 

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Foto: D.Stanka

Vier Dieselzylinder

 

Warum eigentlich nicht? Audi, BMW und Mercedes-Benz machen es doch auch. Die drei Hersteller bauen in ihren großen Fahrzeugen einen hubraumkleineren Diesel ein. Mit nur vier Zylindern. Dafür mit einer Effizienz, die jedem Fuhrparkleiter das Herz höher schlagen lässt. Aus 2,2 Litern Hubraum schöpft der Selbstzünder 140 kW (190 PS) und Jaguar verspricht einen Durchschnittsverbrauch von nur 5,4 Litern auf 100 Kilometern.

 

Fahrvergnügen

 

Dass man aus zwei Litern Hubraum eine Menge Kraft gewinnen kann, beweist auch Jaguar nachdrücklich. Gut, während die Mitbewerber tatsächlich knapp 2 Liter zur Verfügung haben, sind es beim XF 200 ccm mehr. Das maximale Drehmoment liegt bei 450 Nm, genug um die Limousine in 8,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen. Die Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h erreichten wir auf unserer Testfahrt auf der A94 mit Leichtigkeit.

 

Der Kraftschluss zwischen Motor und Antriebsachse erfolgt durch die auch von den 3-Liter-Dieseln bekannte Achtgang-Automatik von ZF. Ein Schaltwerk, dass Dynamik und Komfort auf eine nahezu perfekte Art und Weise harmoniert. Neu in einem Jaguar: bei einem Halt sorgt die Stopp-/Start-Automatik für Ruhe unter der Haube.

 

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Foto: D.Stanka



Neues Design

 

Mit der Einführung des kleinen Diesels bekam der XF auch ein Facelift. Die eher glupschig wirkenden runden Scheinwerfer des Vorgängers wichen einer schlanken Bi-Xenon-Leuchteinheit. Zusätzlich wurde ein J-förmiges LED-Tagfahrlicht integriert, das in seiner Struktur der des Jaguar XJ erinnert. Das Gesamtkunstwerk scheint zu beeindrucken. Schon von weitem erkennbar, motivierte es notorische Linksfahrer sofort den Fahrstreifen nach rechts zu wechseln.

 

Die Heckleuchten wurden ebenfalls verändert. Diese reichen nun weiter in die mittlere Partie des Kofferraumdeckels hinein. Zudem übernehmen LED die Funktion von Rück- und Bremslicht sowie des Blinkers. Komfortabler wurde der Zugang zum Gepäckraum, die Ent- und Verriegelung funktioniert ab sofort elektrisch.

 

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Foto: D.Stanka



Fazit

 

Ein ideales Fahrzeug für den Geschäfts- und Privatkunden. Fast schon so eine Art eierlegende Wollmilchsau. Die Eleganz eines Jaguar gepaart mit einem verbrauchsarmen und dennoch starken Motor. Dazu ein Preis, der gemessen an der Serienausstattung, im Vergleich zu den Mitbewerbern, günstig zu nennen ist. Dazu das Quäntchen anders sein, Herz was willst du mehr? (ds)

 

Technische Daten: Jaguar XF 2,2 Diesel

 

Motor: 4-Zylinder-Diesel

Getriebe: Achtgang-Automatik

Hubraum: 2.179 ccm

Leistung in kW/PS bei xy U/min: 140 kW (190 PS)/3.500

Max. Drehmoment: 450 Nm bei 2.000 Umdrehungen pro Minute

Länge/Breite/Höhe: 4.961/1.877/1.460 in mm

Radstand: 2.909 in mm

Leergewicht: 1.745 kg

Zul. Gesamtgewicht: 2.320 kg

Kofferrauminhalt: 540 l

Bereifung: 235/55 R17

Felgen: 8 x 17″ Leichtmetall

Beschleunigung: 8,5 Sekunden

Höchstgeschwindigkeit: 225 km/h

Tankinhalt: 69,5 l

Kraftstoffverbrauch kombinierter Verkehr: 5,4 l auf 100 km

Preis: 44.900 Euro inkl. MwSt.




Dietmar Stanka Aribonenstraße 1 b D-81669 München

 


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