Foto: D. Stanka
Kia Picanto – Kleinstzuwachs
Von Dietmar Stanka
Picanto assoziiert so was wie scharf, heiß oder eben pikant. Der neue Picanto vom südkoreanischen Hersteller Kia will scharf, heiß und pikant sein und damit seine vorrangig weibliche Kundschaft locken.
Mit einem frechen Design, schicken Farbkombinationen und verbrauchsarmen Motoren. Dazu mit einem Preis, der leistbar ist: 8.990 Euro kostet der günstigste Picanto, dann allerdings als Dreitürer, der erst ab dem Spätsommer erhältlich ist. Die beiden hinteren Türen sind für 400 Euro Aufpreis zu haben und ab sofort verfügbar.

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Innen groß, außen klein
So wenig Platz der Kia Picanto im öffentlichen Raum benötigt, umso größer ist sein gefühltes Innenleben. Knapp 3,60 Meter streckt sich der Picanto in die Länge, ideal als der Stadtflitzer überhaupt. Wir waren mit dem im Moment erhältlichen Fünftürer auf großer, nein, natürlich nur kleiner Fahrt im Kölner Stadtgebiet unterwegs und konnten alle drei Antriebsvarianten testen.
Begonnen haben wir mit dem kleinsten und deshalb auch schwächsten, gerade mal eine knappe Maß großen, 3-Zylinder. Ein knapper Liter Hubraum muss also rund 1 Tonne bewegen und das macht er durchaus beachtlich. Im Stadtverkehr der Domstadt wuselte der Picanto problemlos durchs Getümmel und punktete durch die knappen Maße und die gute Übersicht.
51 kW (69 PS) mobilisiert der exakt 998 ccm große Benziner und soll nach Auskunft von Kia im Schnitt mit 4,2 Litern auf 100 Kilometern auskommen. Das entspricht 99 Gramm CO2 auf einen Kilometer. Noch weniger braucht der Kleine mit der Start-Stopp-Automatik namens ISG. Dann sind es 4,1 Liter bzw. 95 Gramm.
Allerdings muss dann bei der Anschaffung tiefer in die Schatulle gegriffen werden, denn ISG gibt es nur für die Top-Variante „Spirit“, die 11.990 Euro kostet. Neben ISG gibt es dann auch ESP, bei Kia ESC genannt, weil zusätzlich die Traktionskontrolle und eine Berganfahrhilfe integriert sind. Zusätzlich sind eine Klimaanlage, Scheibenbremsen hinten sowie eine Funkfernbedienung für die Zentralverriegelung mit an Bord. Nicht zu vergessen: schicke 15 Zoll große Leichtmetallfelgen mit fetten 175er Reifen.
Apropos Sicherheit. Sechs Airbags sind ebenso Serie im Picanto wie ABS. Einen Knieairbag findet man im Spitzenmodell „Spirit“ und ESC ist für einen Aufpreis von 450 Euro für die mittlere Modellvariante „Attract“ zu ordern.
Vollgas
Nein, wir haben nicht die Blitzerampeln in Köln zum Dauerfeuer animiert. Aber den kleinen Kia Picanto gibt es als LPG, will heißen als Autogas-Variante direkt ab Werk. Ja, mit den sieben Jahren Garantie, wie es Pressechefin Silke Rosskothen mehrfach betonte. 1.300 Euro wechseln zusätzlich zum eigentlichen Autopreis den Besitzer. Dafür darf man sich allerdings als Sparkönig fühlen. Nicht nur das Autogas im Moment weniger als die Hälfte von Superbenzin kostet, sondern weil ein Fahrzeug mit dieser Antriebsart sowieso weniger Schadstoffe in die Luft pustet.
95 Gramm CO2 sollen es nur sein und mit LSG sogar nur 90. Übrigens ist LPG nur in der 1-Liter-Version zu bekommen. Die hat dann aber 60 kW (82 PS) und die lassen den Picanto spürbar spritziger werden, als mit dem klassischen Benziner unter der Haube.

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Mehr Power
Sage und schreibe vier Zylinder werkeln in dem 1,25 Liter großen Benzinmotor der mit 63 kW (85 PS) die Spitze der Motorisierung des Picanto markiert. Na ja, 3 PS mehr als der mit Autogas. Nicht viel, aber bei Ampelstarts deutlich zügiger aus den Puschen kommend als der Dreizylinder. So wird manches klar. Der Vierzylinder ist nicht nur ausschließlich in der Topp-Variante „Spirit“ erhältlich, er ist auch das Modell, mit dem auch längere Strecken recht gut zu bewältigen sind.
Die beiden Dreizylinder sind tatsächlich im urbanen und suburbanen Verkehr zu Hause und fühlen sich dort am wohlsten. Allen Picantos gemein ist die Variabilität sowie der großzügig und auch wertig gestaltete Innenraum. 200 Liter passen in den Kofferraum, 27 Prozent mehr als in das Vorgängermodell. 870 Liter sind es, wenn die im Verhältnis 60/40 teilbare Rückbank flachgelegt wird.
Fazit
Ein Wägelchen, das in die Zeit passt. Ein hübsches Design mit einer dynamischen Frontpartie, die den Designchef von Kia, Peter Schreier, an eine Bulldogge erinnert. Dazu eine gute Verarbeitung und ein günstiger Preis. Mit den drei Ausstattungsvarianten namens „Attract“, „Vision“ und „Spirit“ sowie einer knappen und mit den wichtigen Inhalten gefüllten Aufpreisliste lässt sich der Picanto entsprechend individualisieren. So richtig pikant.

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Technische Daten: Kia Picanto 1,0 Vision (Fünftürer)
Motor: 3-Zylinder-Benziner
Getriebe: Fünfgang-Schaltung
Hubraum: 998 ccm
Leistung in kW/PS bei xy U/min: 51 kW (69 PS)/6.200
Max. Drehmoment: 95 Nm bei 3.500 Umdrehungen pro Minute
Länge/Breite/Höhe: 3.595/1.595/1.480 in mm
Radstand: 2.385 in mm
Leergewicht: 920 kg
Zul. Gesamtgewicht: 1.340 kg
Kofferrauminhalt: 200 l, umgeklappt: 870 l
Bereifung: 165/60 R 14
Felgen: 6 x 14″ Stahl
Beschleunigung: 14,4 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 153 km/h
Tankinhalt: 35 l
Kraftstoffverbrauch Kombinierter Verkehr: 4,2 l auf 100 km
Preis: 10.030 Euro inkl. MwSt.
Dietmar Stanka Aribonenstraße 1 b D-81669 München
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