Suzuki – 4x4 für Swift und Kizashi
Von Dietmar Stanka
Allradantrieb hat bei Suzuki Tradition. 1970 debütierte auf dem heimischen Markt der LJ10. Ein winziger Offroader, dessen 25 PS nur 600 kg bewegen mussten. Den grandiosen Durchbruch erlebte der LJ80 1979 auf der IAA in Frankfurt. Das Kultmobil „Eljot“ war geboren und begeisterte mit hohem Spaßfaktor. 10 Jahre dauerte es dann noch, bis Suzuki den Allradantrieb auch im Swift der damals zweiten Generation anbot und diesen damit auch bei Kleinwagen salonfähig machte.
Swift 4x4
Die vierte Generation des Kleinwagen Swift darf nun ab sofort auch auf allen Vieren krabbeln. Permanent krallen sich die vier Reifen in den Asphalt oder wie bei der Pressevorstellung Mitte Januar 2011 in Tirol in Schnee und Eis. Unter der Haube werkelt der neu überarbeitete 1,2-Liter-Benziner, der mit seinen 69 kW (94 PS) den 1,1 Tonnen schweren Swift ordentlich bewegt.

Foto: Suzuki
Die Umgebung der Präsentation ist wohl auch das ideale Einsatzgebiet des Kleinwagens. Flachlandtiroler werden meistens zu den „normalen“ Swifts greifen. Obwohl der Aufpreis von gerade einmal 900 Euro im Gegensatz zu seinem frontangetriebenen Brüderchen als tolles Angebot zu bezeichnen ist. Zusätzlich stattet Suzuki den 4x4 noch mit Sitzheizung vorne und Scheibenbremsen hinten aus. Außerdem ist der erhöhte Sicherheitsfaktor des Allradantriebes ein schlagendes Argument.
Apropos Ausstattung. Sieben Airbags und ESP sind im ausschließlich in der Club-Version mit fünf Türen zu bekommenden 4x4 Swift ebenso serienmäßig wie elektrische Fensterheber, eine manuelle Klimaanlage und ein CD-Radio mit Lenkradbedienung. 14.490 Euro will Suzuki für dieses kompakte Paket, das in seinem Segment fast einzigartig ist. Denn Allradantrieb ist bei Kleinwagen rar gesät. Fiat hat den kleineren Panda (noch) im Rennen und Daihatsu bietet den Sirion an. Wobei letztgenannter Hersteller nicht mehr allzu lange auf dem deutschen Markt erhältlich sein wird.
Foto: Suzuki
So ist der Swift 4x4 ein interessantes Automobil für Menschen, die neben einem kompakten und sparsamen (Werksangaben: kombiniert: 5,5 Liter/100km) Fahrzeug permanenten Allradantrieb zu schätzen wissen.
Kizashi 4x4
Im Herbst 2010 stellte Suzuki seine erste Mittelklasse-Limousine vor. Der Name: Kizashi, aus dem Japanischen übersetzt, „der Vorbote großer Dinge“. Ein interessantes Auto, das die schwindende Anzahl von Liebhabern dieses Segments anlocken soll. Suzuki ist daher mit seinen Prognosen für das laufende Jahr 2011 vorsichtig. Laut Axel Seegers, Pressesprecher von Suzuki Deutschland, möchte man 700 Kizashis absetzen. Da bereits im letzten Quartal 2010 kurz nach der Markteinführung 320 Modelle verkauft wurden, scheint diese Zahl erreichbar.

Foto: Suzuki
Vor allem aus zwei Gründen. Erstens ist der Kizashi ein bestens, weil voll ausgestattetes Auto. Bi-Xenon-Scheinwerfer, ESP + 7 Airbags, Leder, Zweizonenklimaautomatik, Nebelscheinwerfer, Regensensor, fette 18-Zöller aus Leichtmetall, dunkel getönte hintere Scheiben und, und, und … Die Liste der Serienausstattung liest sich wie die Aufpreisliste von so manchem Wettbewerber.

Foto: Suzuki
Zweitens ist er ab sofort auch mit zuschaltbarem Allradantrieb zu bekommen. Das macht Sinn, weil die hinteren Räder nur dann angetrieben werden, wenn die fehlende Traktion es verlangt. Zudem wird weniger Sprit verbraucht. Aber auch mit zugeschaltetem Allradantrieb werden zunächst nur die Vorderräder angetrieben. Sobald aber das System namens i-AWD Schlupf an der Vorderachse erkennt, schaltet es im Bruchteil einer Sekunde die Hinterachse mittels einer elektromagnetischen Lamellenkupplung zu.

Foto: Suzuki
10 Euro unter 30.000 Euro stehen für den Kizashi 4x4 in der Preisliste. Rund 3.000 Euro mehr als für den handgeschalteten Fronttriebler. Dafür sind bei Bedarf nicht nur alle vier Räder angetrieben. Die Schaltung funktioniert dann nämlich per sechsstufigem CVT-Getriebe, in das mittels Schaltpaddels auch am Lenkrad eingegriffen werden kann. Ein gutes Angebot also, wäre da nicht der etwas träge agierende 2,4-Liter-Benziner mit 131 kW (178 PS). Einen Diesel sucht man leider vergebens auf der Preisliste. So wird der Kizashi ein Auto für Fans bleiben, die eine umfangreiche Serienausstattung zu einem konkurrenzlos günstigen Preis zu schätzen wissen.
Dietmar Stanka Aribonenstraße 1 b D-81669 München
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