Suzuki

Suzuki Swift – neues Kleid mit bekannter Optik


Von Dietmar Stanka


Besinnt sich Suzuki schon auf die Tugenden von Volkswagen? Bekanntermaßen sind die Wolfsburger mit 20 Prozent an dem japanischen Autobauer beteiligt. Ebenfalls bekannt ist, dass das Erfolgsdesign des Golf von Generation zu Generation nur verhalten geändert wird.


So auch beim Swift, dem erfolgreichen Kleinwagen, den es mit drei und fünf Türen gibt und der sich vor allem bei der weiblichen Kundschaft großer Beliebtheit erfreut. Auch der Einstandspreis wurde praktisch nicht verändert, 10.990 Euro verlangt Suzuki für den 1,2-Liter-Benziner in der Basisaustattung.


Suzuki Swift
Foto: D. Stanka
 

Beliebtes Design


So sieht der neue, ab Mitte September 2010 im Handel befindliche Swift beim ersten Hinsehen praktisch so aus wie das bis vor Kurzem gebaute Modell. Auf dem zweiten Blick sind jedoch vor allem im direkten Vergleich deutliche Änderungen ersichtlich. Stattlicher wirkt der 3,85 Meter kurze und doch viel Innenraum bietende Swift. Vorne dominiert ein prägnantes Gesicht mit einem leichten Grinsen in den Kühleinlässen und mit riesigen Scheinwerfern. Seitlich hat sich zumindest optisch nichts verändert, dafür wird das Heck von Rückleuchten beherrscht, die wie ein Boomerang designt sind.

Im Inneren sitzt man auf reichlich bequemen Gestühl, das dem Oberkörper guten Seitenhalt bietet. Intuitiv sind die sämtliche Bedienelemente angeordnet, eine Betriebsanleitung ist deswegen nettes Beiwerk. Die Materialien fühlen sich besser an als beim Vorgänger und so manches Gimmick wie chromumrandete Instrumente und Zierleisten werten den Swift auf.

Suzuki Swift
Foto: D. Stanka
 


Überarbeitete Motoren


Ein neuer Benziner und ein grundlegend überarbeiteter Motor werkeln unter der Haube des Suzuki Swift. Bei ersten Testfahrten im Münchner Norden Anfang September sind wir den 1,2-Liter-Benziner gefahren, der erwartungsgemäß am häufigsten bestellt werden wird. Im ersten Moment wirkt der um rund 100 ccm gegenüber dem Vorgänger verkleinerte Motor etwas träge. Sobald man sich aber an das relativ geringe Drehmoment von 118 Nm gewohnt hat, fühlt sich die Beschleunigung ganz gut an. So kann man mit dem Swift gut im Verkehr mitschwimmen, aber auf der Autobahn durchaus auch mal Gas geben.

Suzuki Swift
Foto: D. Stanka


Die Spitzengeschwindigkeit gibt Suzuki mit 165 km/h an, ein in der Praxis eher theoretischer Wert, wird doch der Swift meist im städtischen Verkehr bewegt. Auf Landstraßen ist der Swift ebenfalls in seinem Element. Sein straffes und dennoch komfortabel Fahrwerk lässt den Kleinen prima durch die Kurven flitzen. 69 kW (94 PS) leistet der Saugmotor und soll laut Angaben von Suzuki im Schnitt 5 Liter verbrauchen. Das entspricht einem CO2-Ausstoss von 116 Gramm pro Kilometer. Ein zehntel weniger schluckt der Swift in der besten Ausstattungsvariante Comfort, die serienmäßig eine Start-Stopp-Automatik an Bord hat. Leider ist diese auch nicht gegen Aufpreis für die günstige Einstiegsvariante Basic und die mittlere Version Club erhältlich. So eine Politik stößt auf Unverständnis, will Suzuki damit die höherpreisige Version pushen?

Beim Diesel hat man ganz auf eine Start-Stopp-Automatik verzichtet, der 55 kW (75 PS) leistende 1,3-Liter ist mit 4,2 Liter Verbrauch dafür insgesamt sparsamer unterwegs. Allerdings nur in der Club-Version als 5-Türer zu haben und auch noch 2.500 Euro teurer, als der Benziner! Dieses Modell ist ab Dezember 2010 bzw. Januar 2011 zu erwerben, ebenso wie das Allradmodell 4x4, das es ebenfalls ausschließlich als fünftürigen Club und in diesem Fall als Benziner gibt. Auf den 1600er Sport, bis 2009 Basismodell des Suzuki Rallye Cup, müssen die Fans noch ein bisschen warten.

Suzuki Swift
Foto: D. Stanka

Fazit


Der Swift wird weiterhin erfolgreich bleiben. Mit seiner umfangreichen sicherheitsrelevanten Serienausstattung, die sieben Airbags, ABS und ESP umfasst sowie relativ sparsamen Motoren passt er gut in die Zeit. Mit seinen geringen Außenmaßen und einem trotzdem großzügigen Platzangebot des Innenraums ist der Swift für den urbanen und suburbanen Verkehr gut geeignet. Schade ist nur, dass man die Ladekante des Kofferraums nicht verringert hat. Das hätte bei dieser umfangreichen Erneuerung durchaus im Lastenheft stehen müssen!

Suzuki Swift
Foto: D. Stanka


Technische Daten: Suzuki Swift 5-Türer Comfort


Motor: 4-Zylinder-Benziner
Getriebe: Fünfgang-Schaltung
Hubraum: 1.242 ccm
Leistung in kW/PS bei xy U/min: 69 kW (94 PS)/6.000
Max. Drehmoment: 118 Nm bei 4.800 Umdrehungen pro Minute
Länge/Breite/Höhe: 3.850/1.695/1.510  in mm
Radstand: 2.430 in mm
Leergewicht: 1.035 kg
Zul. Gesamtgewicht: 1.480 kg
Kofferrauminhalt: 211 - 528 Liter
Bereifung: 185/55 R 16
Felgen: 6 x 16″ Leichtmetall
Beschleunigung: 12,3 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 165 km/h
Tankinhalt: 42 l
Kraftstoffverbrauch Kombinierter Verkehr: 4,9 l auf 100 km (mit Start-Stopp-Automatik)
Preis: 14.990 Euro inkl. MwSt.








Dietmar Stanka   Aribonenstraße 1 b   D-81669 München

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