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Dritte Generation rein elektrisch

Kia Soul III

Saubere Seele

Dienstag, 4. Dez. 2018

Bereits seit 2014 fährt Kias Soul auch elektrisch, die jetzt in LA vorgestellte Neuauflage verschreibt sich ausschließlich dieser lokal emissionsfreien Antriebstechnik.

Ab Mitte 2019 in Deutschland

Kia stellt auf der Los Angeles Auto Show (30. November - 9. Dezember) die dritte Generation des Soul vor. Das kompakte Crossover-Modell soll bereits in der ersten Hälfte 2019 auch in Deutschland verfügbar sein. Doch anders als bisher wird es den Soul statt mit Verbrennungsmotoren künftig ausschließlich mit batterieelektrischem Antrieb geben.

Bereits im Frühjahr 2019 soll der neue Kia e-Soul auch in Deutschland antreten
Bereits im Frühjahr 2019 soll der neue Kia e-Soul auch in Deutschland antretenFoto: Kia

Ganz neu ist der elektrische Soul nicht, denn bereits seit 2014 bieten die Koreaner eine entsprechende Version auf Basis der zweiten Generation an. Doch im Vergleich zum bisherigen Soul EV ist die Neuauflage antriebsseitig deutlich besser ausstaffiert. So kommt ein neuer Elektromotor zum Einsatz, der 150 kW/204 PS sowie 395 Newtonmeter Drehmoment leistet. Bisher waren es 81 kW/110 PS und 285 Newtonmeter. Auch der Energiespeicher wächst deutlich. Statt einer 30-kWh-Batterie kommt künftig ein flüssiggekühlter Lithium-Ionen-Polymer-Akku mit 64 kWh zum Einsatz. Kia verspricht eine entsprechend höhere Reichweite. Da der Verbrauch des e-Soul mit 14,9 kWh pro 100 Kilometer angegeben wird, dürfte eine Batterieladung für über 400 Kilometer reichen. Offizielle Werte zu Fahrleistungen und Reichweite will Kia Anfang 2019 bekannt geben.

Dem Vorgänger sieht die dritte Soul-Generation durchaus ähnlich, technisch hat sich hingegen viel verändert
Dem Vorgänger sieht die dritte Soul-Generation durchaus ähnlich, technisch hat sich hingegen viel verändertFoto: Kia

Rekuperation

Um die Effizienz zu verbessern, kann der Soul rekuperieren, also Bremsenergie in elektrische Energie umwandeln. Dabei hat der Fahrer die Möglichkeit, die Rekuperationsstärke über Schaltwippen am Lenkrad zu variieren. Grundsätzlich soll es möglich sein, so den Soul ohne Einsatz der Bremsen zum Stehen zu bringen. Zudem soll sich das Fahrzeug am vorausfahrenden Verkehr orientieren, um automatisch maximal energieeffizientes Bremsen zu gewährleisten.

Die neue LED-Rückleuchten verleihen dem Soul eine unverkennbare Nachtsignatur
Die neue LED-Rückleuchten verleihen dem Soul eine unverkennbare NachtsignaturFoto: Kia

Mehr LED-Technik

Zu den optischen Neuerungen gehört ein im Vergleich zum Vorgänger umfangreich modifiziertes Frontdesign. Unter anderem schaut die Neuauflage durch deutlich schmalere LED-Scheinwerferschlitze, die, durch eine Chromleiste verbunden, im oberen Bereich der Front eine durchgehende Einheit bilden. Zentral im unteren Bereich gibt es eine große Luftöffnung, die seitlich von schwarzen Inlays mit LED-Nebelleuchten flankiert wird. Außerdem befindet sich im Bereich des klassischen Kühlergrills eine kleine Klappe, hinter der sich der neue Schnellladeanschluss für den CCS-Stecker-Standard verbirgt.

Der Innenraum des neuen Soul bietet LED-Ambientelicht in den Türinnenverkleidungen
Der Innenraum des neuen Soul bietet LED-Ambientelicht in den TürinnenverkleidungenFoto: Kia

Aufgräumter Innenraum

Der Innenraum des e-Soul präsentiert sich aufgeräumt. Hebel für die Feststellbremse oder das Getriebe gibt es nicht mehr. Ersteres ersetzt ein kleiner Hebelschalter in der Mittelkonsole, statt eines Schalthebels gibt es einen kleinen Gangwahl-Drehschalter. Das Kombiinstrument besteht aus einem zentralen Farbdisplay, welches seitlich von kleineren, halbrunden Displays flankiert wird, die damit eine klassische Rundinstrumentenoptik andeuten. Außerdem befindet sich zentral im Armaturenbrett ein 10,25 Zoll großer Touchscreen für das Infotainmentsystem.

Sicherheitsfeatures, Assistenten und Kommunikation

Darüber hinaus soll der e-Soul über eine zeitgemäße Sicherheitsausstattung verfügen, die sieben Airbags, Kollisionsverhinderer, Spurhalte- und Spurwechselassistent, Qerverkehr- und Müdigkeitswarner sowie Abstandstempomat umfasst. Außerdem kommt ein neues Telematiksystem namens UVO zum Einsatz, welches den Nutzer unter anderem mit Echtzeitinformationen zu Ladestationen versorgt und es ermöglicht, das Laden zu programmieren. Außerdem beherrscht UVO gängige e-Call-Funktionen.

Mario Hommen/SP-X