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Sportlimousine in einem hart umkämpften Markt

Kia Stinger – Vorstoß in eine neue Welt

Dienstag, 7. Feb. 2017

Von unserem Automobilredakteur Dietmar Stanka Nur wenige Tage nach der Weltpremiere auf der North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit zeigte Kia den neuen Stinger europäischen Journalisten in Mailand.

Nur wenige Tage nach der Weltpremiere auf der North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit zeigte Kia den neuen Stinger europäischen Journalisten in Mailand.

Foto: Kia

Das neue fünfsitzige Fließheckmodell basiert auf der bereits 2011 vorgestellten Studie Kia GT. Unter der Leitung von Peter Schreyer, Präsident und Chefdesigner der Kia Motor Corporation, wurde der Kia Stinger im europäischen Design-Zentrum der südkoreanischen Marke in Frankfurt gezeichnet.

Von Kia als eleganter Athlet bezeichnet, zeigt sich die 4,83 Meter lange Limousine mit großer Heckklappe, schick und dynamisch. Die kurze Front mit dem typischen Tigernasen-Kühlergrill fließt flach in eine stark geneigte Frontscheibe mit einer weit hinten im Fahrzeug liegenden Kabine.

Foto: Kia

Das Interieur ist mit sportlich geformten Sitzen mit Bezügen aus Nappaleder ausgestattet. Der Fahrersitz wird mit elektrisch einstellbaren Luftpolstern in der Rückenlehne und den Seitenpolstern zum perfekten Arbeitsplatz.

Drei Informationsebenen sind über das horizontale Cockpit ergonomisch angeordnet. Im direkten Sichtbereich des Fahrers das TFT-Display, das klassisch große Rundinstrumente mit Metalleinfassung und roten Zeigern, in sich trägt. Dazwischen unter anderem die individuell abrufbaren Daten wie G-Kräfte in Kurven, Rundenzeiten und Öltemperatur.

Mittig ist auf dem Armaturenträger, je nach gewählter Ausstattung, ein sieben oder acht Zoll großer Touchscreen positioniert. Darunter befinden sich die Tasten des Infotainments sowie eine Ebene tiefer die der Klimaanlage.

Foto: Kia

Die Basis bildet ein 2-Liter-Turbo-Benziner mit 188 kW (255 PS), der sein Drehmoment von 353 Nm in einem Drehzahlbereich von 1.400 bis 4.000 U/min. entfaltet.

Weitaus kraftvoller geht der 3,3-Liter-V6 Twin-Turbo zu Werk. 286 kW (365 PS) und ein Drehmoment von 510 Nm (1.300 bis 4.500 U/min.) lassen auf herausragende Dynamik schließen. Die sich in den vorläufigen Messwerten mit einer Spitzengeschwindigkeit von 269 km/h und einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 5,1 Sekunden niederschlagen.

Foto: Kia

Für die europäischen Märkte bietet Kia für den neuen Stinger einen 2,2-Liter-Diesel an. Dieser leistet 147 kW (200 PS) und verfügt ab 1.750 U/min. über ein Drehmoment von 440 Nm. Der Antrieb wird für alle Motorvarianten auf die Hinterachse geleitet. Optional steht zudem auch Allrad zur Wahl.

Damit diese Kräfte ordentlich auf die Straße gebracht werden können, stehen für den neuen Kia Stinger fünf Fahrmodi zu Verfügung, die sich je nach individuellen Fahrstil und Straßenverhältnissen justieren lassen. Geschaltet werden beide Triebwerke mittels einer Achtgang-Automatik.

Fazit

Mit dem Kia Stinger dringt der südkoreanische Autobauer in einen hart umkämpften Markt ein, der in Deutschland vor allem von Audi, BMW und Mercedes beherrscht wird. Aber auch Infiniti und Lexus gelten als Mitbewerber für die Sportlimousine, von der noch keine Preise bekannt sind..

Foto: Kia

Punkten kann der neue Kia Stinger gegenüber Audi A4, Infiniti Q50, Lexus IS, BMW 4er Gran Coupé und auch Lexus GS sowie Mercedes CLS mit großzügigen Platzverhältnissen und einem 2,91 Meter langem Radstand. Ein Praxistest wird zeigen, ob die Papierwerte der Realität entsprechen. Optik und Qualität versprechen jetzt schon viel Spannung.

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Fotos: © KIA

Dietmar Stanka Aribonenstraße 1 b D-81669 München