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Die vierte Generation

Kia Sportage - Gereift

Freitag, 27. Jan. 2017

Von Dietmar Stanka Manche Automobile verhalten sich wie Wein oder auch edle Spirituosen. Sie reifen mit den Jahren und werden besser und besser. Das gilt auch für den Kia Sportage, dessen erste Ausgabe als eine Art Trendsetter in Sachen kompakter SUV gelten darf. Die vierte Generation folgt dem Pfad der Tugend in Sachen Flexibilität, kompakten Maßen und qualitativ hochwertiger Verarbeitung weiter.

Manche Automobile verhalten sich wie Wein oder auch edle Spirituosen. Sie reifen mit den Jahren und werden besser und besser. Das gilt auch für den Kia Sportage, dessen erste Ausgabe als eine Art Trendsetter in Sachen kompakter SUV gelten darf. Die vierte Generation folgt dem Pfad der Tugend in Sachen Flexibilität, kompakten Maßen und qualitativ hochwertiger Verarbeitung weiter.

Foto: D. Stanka

Exterieur und Interieur

Seit Anfang Januar 2016 ist der aktuelle Kia Sportage auf den Markt. Zeit, den im slowakischen Zilina wieder einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Seine in der vorhergehenden Version noch flach geformte Schnauze ist der für die Marke Kia typischen Tigernase gewichen. Die Seitenlinie wirkt niedriger und das Heck in die Breite gezogen. Mit der neuem Design verbesserte sich zudem der cw-Wert von 0,35 auf 0,33.

Neu gestaltet wurde der Innenraum und in erster Linie der Armaturenträger mit seinen horizontalen Linien. Die klassisch analogen Rundinstrumente sind gut ablesbar. Flankiert werden diese durch den mittig angebrachten Touchscreen und nur wenig sinnvoll und ergonomisch angebrachten Schaltern.

Foto: D. Stanka

Von außen nicht eindeutig erkennbar, hat sich die Länge der Karosserie um 40 mm gestreckt und der Radstand ist um 30 mm gewachsen. Das bringt mehr Raum in Inneren des Kia Sportage und erhöht den Komfort der Passagier und den Platz für Transportgüter. Das Volumen des Kofferraums wuchs von 465 auf 503 Liter.

Schade ist nur, dass das Umklappen der 60 zu 40 teilbaren Rücksitzlehnen fummelig gestaltet wurde. Dafür sind die Lehnen in der Neigung verstellbar. Hübsch ist auch die Verstaumöglichkeit der Gepäckraumabdeckung unter der Bodenplatte des Kofferraums.

Fahrerlebnis

Fünf Motoren, zwei Benziner und drei Diesel stehen für den Kia Sportage zur Wahl. Das Einstiegmodell bildet ein 1,6-Liter-Benziner mit 97 kW (132 PS). 130 kW (177 PS) befeuern den 1,6-Liter-Turbobenziner, der sich optional mit dem neuen 7-Stufen-DCT (Doppelkupplungsgetriebe) upgraden lässt.

Foto: D. Stanka

Die Selbstzünder starten mit einem 1,7-Liter und 85 kW (115 PS). Ganz neu ist seit Mitte Januar 2017 eine Ausbaustufe dieses Diesels mit 104 kW (141 PS) erhältlich, die serienmäßig über das Siebenstufen-Doppelkupplungsgetriebe (DCT) verfügt und auch in der Sportausführung GT Line angeboten wird.

2 Liter Hubraum weisen die stärkeren Diesel auf. Der schwächere davon mit 100 kW (136 PS), der stärkere und damit auch kräftigste Sportage, 136 kW (185 PS). Ich war zwei Wochen mit der frontangetriebenen 136-PS-Version unterwegs und war vom ersten Augenblick positiv überrascht ob der im Verhältnis zu Leistung und Gewicht angenehm spritzigen Fahrleistungen.

Trotz nahezu permanent verschneiten und teilweise auch vereisten Straßen war der Kia Sportage, obwohl nur an der Vorderachse angetrieben, gut beherrschbar. Klar hätte der optionale Allradantrieb für eine noch bessere Traktion gesorgt. Mit der klassischen Handbremse, anstatt einer elektronischen, waren dafür auch lockere Drifts machbar. Der Allradantrieb ist für den 177-PS-Benziner und den 185-PS-Diesel serienmäßig, der Aufpreis für den Diesel mit 136 PS beträgt 2.000 Euro.

Foto: Kia

Varianten und Modelle

Sechs verschiedene Ausstattungen namens Attract, Edition 7, Vision, Spirit, GT Line und Platinum stehen für den neuen Kia Sportage zur Verfügung. Die Preisspanne reicht von 19.990 Euro (Attract mit 115 PS) bis 42.190 Euro (Platinum mit 185 PS). Mit 33.590 Euro steht der von mir gefahrene 2.0 CRDi 136 2WD Spirit in der Liste. Dazu kommt noch eine Metalliclackierung für 550 Euro und das Technologie-Paket P5.

In diesem 1.440 Euro teuren Package sind der Spurwechselassistent, der Querverkehrswarner, der digitale Radioempfang (DAB+), Parksensoren vorne (die hinteren sind ab der Ausstattungsvariante Vision Serie) sowie die sensorgesteuerte und damit elektrisch bedienbare Heckklappe enthalten.

Das Leder-Paket Nero kostet für den Kia Sportage Spirit 1.490 Euro und verfügt zusätzlich zu Sitzkontaktflächen in Leder über eine elektrische Sitzverstellung, einen höhenverstellbaren Beifahrersitz und Sitzventilation vorne. Für mehr Komfort kann der 136-PS-Diesel mit einer Sechsgang-Automatik geordert werden, die weitere 1.800 Euro kostet.

Foto: D. Stanka

Serienmäßig sind für den Spirit unter anderem das Kia Navigationssystem mit dem 8 Zoll großen Touchscreen inklusive des 7-Jahre-Kia-Navigationsupdate sowie die Kia Connected Services an Bord. Ab dem Modelljahr 2017 sind zudem die Smartphone-Schnittstellen Apple CarPlay und Android Auto integriert. Des Weiteren sind beheizbare Außenspiegel, eine Zweizonen-Klimaautomatik, schlüsselloser Zugang, Xenon-Scheinwerfer mit Fernlichtassistent sowie die Rückfahrkamera in jedem Spirit verfügbar.

Fazit

Der gereifte Kia Sportage ist ein Verkaufsschlager. Mehr als ein Viertel aller in Deutschland verkaufter Kia heißen Sportage. Er ist ein echter Allrounder und mit einer Anhängelast von bis zu 2.200 kg (Wert gilt für sämtliche 2-Liter-Diesel) zudem auch als Zugpferd geeignet. Für die etwas sportlicheren Fahrer hat Kia seit kurzem die GT Line im Angebot. Diese verfügt über ein strafferes Fahrwerk und ist für die beiden stärksten Motoren sowie dem neuen 141-PS-Diesel lieferbar.

Technische Daten: Kia Sportage Spirit 2.0 CRDi 2WD

Motor 4-Zylinder-Diesel
Getriebe Sechsgang-Schaltung
Hubraum 1.995 ccm
Leistung in kW/PS bei xy U/min 1o0 kW (136 PS)/2.750 – 4.000
Max. Drehmoment 373 Nm von 1.500 – 2.500 Umdrehungen pro Minute
Länge/Breite/Höhe 4.480/1.855/1.645 in mm
Radstand 2.670 in mm
Leergewicht 1.529 kg
Zul. Gesamtgewicht 2.235 kg
Kofferrauminhalt 503 – 1.492 l
Bereifung 225/60 R17
Felgen 7 x 17″ Leichtmetall
Beschleunigung 10,3 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit 186 km/h
Tankinhalt 62 l
Kraftstoffverbrauch kombiniert 4,6 Liter auf 100 km
Preis 35.580 Euro inkl. MwSt. (Testwagenpreis)

Fotos: © KIA / D. Stanka

Dietmar Stanka Aribonenstraße 1 b D-81669 München