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Honda CR-V – Der Allzweckler

Mittwoch, 24. Feb. 2016

  Der Honda CR-V darf sich rühmen, einer der ersten SUV in seinem Segment gewesen zu sein. Heute tummeln sich nahezu von jedem Hersteller Fahrzeuge in diesem Teich. Vergangenes Jahr konnte Honda das 20-jährige des CR-V feiern und im kommenden Jahr ist der großzügig dimensionierte CR-V seit 20 Jahren in Europa erhältlich. Die überarbeitete Version der vierten Generation des Comfortable Runabout Vehicle ist seit März 2015 im Handel. Wir nahmen uns den 1,6-Liter-Diesel vor, der mit 116 kW (160 PS) 10 PS mehr auf die beiden Achsen feuert als sein Vorgänger.

Ein Fahrbericht von unserem Autoredakteur Dietmar Stanka

Der Honda CR-V darf sich rühmen, einer der ersten SUV in seinem Segment gewesen zu sein. Heute tummeln sich nahezu von jedem Hersteller Fahrzeuge in diesem Teich. Vergangenes Jahr konnte Honda das 20-jährige des CR-V feiern und im kommenden Jahr ist der großzügig dimensionierte CR-V seit 20 Jahren in Europa erhältlich. Die überarbeitete Version der vierten Generation des

Foto: D. Stanka

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Foto: Honda

Form und Funktion

So ein bisschen Coupé wird beim CR-V durch die nach unten gezogene Fensterlinie suggeriert. Das war es aber auch schon. Denn der Honda CR-V ist ein echtes Platzwunder innerhalb seines Segments. Über die nahezu nicht vorhandene Ladekante finden bei Nutzung aller fünf Sitzplätze im ersten Schritt bis zu 589 Liter Platz. Wird die „Easy-fold-down“-Rücksitzbank mit nur einem Handgriff flachgelegt, sind es bis zu 1.669 Liter. Absoluter Bestwert in dieser Klasse.

Klasse sind auch die Platzverhältnisse im Fond. Kein noch so groß gewachsener Mensch muss sich irgendwie verbiegen, um eine angenehme Reise zu verbringen. Genügend Platz für die Füße, den Kopf und ebenso für die Schultern. Noch privilegierter wird vorne gereist. Auf angenehmen Gestühl, das ein bisschen mehr an Seitenhalt bieten könnte.

Die Anordnung der Schalter und Bedieneinheiten ist auf dem ersten Blick logisch und einfach umsetzbar. Kein ausführliches blättern in der Bedienungseinleitung. Einsteigen, Sitz und Spiegel einstellen, Starterknopf drücken und los geht’s. Doch halt. Warum zwei Bildschirme?

Der kleine, mittig im oberen Bereich des Armaturenbretts eingelassen, informiert per Knopfdruck am Multifunktionslenkrad über die Daten des Bordcomputers. Denn diese sind auch vor den Augen des Fahrzeuglenkers zwischen Tacho und Drehzahlmesser zu sehen. Vielleicht will Honda ja auch die Mitfahrer auf dem Laufenden halten.

Foto: Honda

Der andere, 7 Zoll groß und noch dazu ein Touchscreen, bildet die Inhalte von Honda Connect ab. Das sind unter anderem die Audio-Einstellungen, Telefon oder auch die Aha-App, mit der sich Internet-Radio empfangen lässt. Dazu noch das Garmin-Navi, das in der von uns getesteten Executive-Variante serienmäßig dabei ist. Für den S und den Comfort bietet Honda dieses System nicht an, für Elegance und Lifestyle liegt der Aufpreis bei 600 Euro.

Fahrverhalten

Mit einem Leergewicht von gerade einmal 1,7 Tonnen zählt der Honda CR-V zu den leichteren Vertretern seiner Art. Passend dazu spendierte Honda mit dem Facelift einen neuen Diesel mit 10 Mehr-PS gegenüber seinem hubraumstärkeren Vorgänger. Die 350 Nm an Drehmoment haben leichtes Spiel mit dem CR-V und beschleunigen ihn in 9,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Zu der agilen Kraftentfaltung trägt wohl auch der um 65 kg leichtere Selbstzünder bei, der bei unseren Testfahrten bei durchwegs kalten Temperaturen nur wenig mehr als 7 Liter verbraucht hat. Mit dabei viel Stadtverkehr sowie ein Mix aus flott gefahrenen Autobahnkilometern und Landstraßen bis hoch in die Berge in Richtung Schnee.

Wenn dieses Ergebnis mit den von Honda angegebenen Werten verglichen wird, die einen kombinierten Verbrauch von 5,1 Litern ausweisen, sollte unter anderem berücksichtigt werden, dass neben dem oftmals eisigen Temperaturen Winterreifen montiert waren. Ein großes Lob gebührt zudem der schnellen Aufheizung des Innenraums nach bereits weniger als 2 Kilometern Fahrt nach einem Kaltstart. Auch dieser Umstand muss in die Betrachtung der Verbrauchswerte einbezogen werden.

Foto: D. Stanka

Der Allrad des Honda CR-V, serienmäßig im Executive Diesel, schaltet sich nur nach Bedarf zu. Bei genügend Traktion werden ausschließlich die Vorderräder angetrieben. Wird es rutschig, leitet die Kupplung bis zu 35 Prozent des Drehmoments elektronisch gesteuert an die Hinterachse weiter. So flitzt der CR-V immer flott durch die Kurven, auch dank seiner direkten Lenkung und seinem straff, aber angenehm abgestimmten Fahrwerks.

Diese Kombination an positiven Eindrücken setzt sich auf langen Fahrten fort. Der Honda CR-V ist durch seine ausgezeichnete Geräuschdämmung und den hohen Komfort im Fahrzeuginneren ein gutes Reiseauto. Dazu kommt für den Allrad-Diesel eine hohe Zugkraft von 2.000 Tonnen. Genug, um auch den Pferdeanhänger problemlos zu ziehen.

Ausstattung

S, Comfort, Elegance, Lifestyle und Executive. Fünf Varianten sind für den CR-V erhältlich, dazu ein Benziner mit 114 kW (155 PS) und zwei Diesel mit 88 kW (120 PS) und der von uns gefahrene mit 118 kW (160 PS). Preislich startet der CR-V mit Frontantrieb als S mit dem Benziner bei 23.790 Euro. Benziner wie auch der stärkere Diesel können mit einer Automatik aufgewertet werden.

Der Benziner muss sich mit fünf Gängen begnügen, im Selbstzünder sind neun Gänge vorhanden. Beide Getriebe lassen sich über Schaltwippen am Lenkrad manuell schalten und kosten 1.900 bzw. 2.100 Euro Aufpreis. So bequem und komfortabel eine Automatik auch ist, das manuelle Sechsganggetriebe des Honda CR-V ist butterweich zu schalten.

Foto: D. Stanka

Deshalb könnten die 1.950 Euro Aufpreis in Erwägung gezogen werden, die das Assistenzpaket Honda Sensing kostet. Mit aktiven Spurhalteassistenten, Ausparkassistenten, adaptiver Geschwindigkeitsregelung, Kollisionswarnsystem, präventiven Fahrerassistenzsystem mit Bremseingriff, Spurhalte – und Toter-Winkel-Assistenten sowie Verkehrszeichenerkennung lässt das System kaum Wünsche offen.

Fazit

Mit dem CR-V ist Honda nach wie vor sehr gut aufgestellt. Die hohe Wertigkeit, die fantastische Nutzbarkeit und die deutlich besser gewordene Konnektivität sind gute Argumente für diesen SUV. Der CR-V ist mit den zur Verfügung stehenden Optionen, ob Frontantrieb oder Allrad, Benziner oder Diesel sowie den diversen Ausstattungsvarianten, eine echte Allzweckwaffe im Segment.

Technische Daten: Honda CR-V 1,6 i-DTEC Executive

Motor 4-Zylinder-Diesel
Getriebe Sechsgang-Schaltung
Hubraum 1.597 ccm
Leistung in kW/PS bei xy U/min 118 kW (160 PS)/4.000
Max. Drehmoment 350 Nm bei 2.000 Umdrehungen pro Minute
Länge/Breite/Höhe 4.605/1.820/1.685 in mm
Radstand 2.630 in mm
Leergewicht 1.700 kg
Zul. Gesamtgewicht 2.170 kg
Kofferrauminhalt 589 –1.669 l
Bereifung 225/65 R 18
Felgen 7,5 x 18″Leichtmetall
Beschleunigung 9,9 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit 202 km/h
Tankinhalt 58 l
Kraftstoffverbrauch Kombinierter Verkehr 5,1 l auf 100 km
Preis 39.690 Euro inkl. MwSt.

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Fotos: © Honda (2) , © Dietmar Stanka (4)

Dietmar Stanka Aribonenstraße 1 b D-81669 München