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Volkswagen Passat Alltrack

Besserer SUV?

Freitag, 23. Okt. 2015

Immer mehr SUV bewegen sich auf unseren Straßen. Egal ob im Segment der Kleinwagen oder der Luxusklasse. Jeder mag höher sitzen und vermeintlich sicherer unterwegs sein. Etwas höher und auch mit mehr Bodenfreiheit versehen, sind meist Kombis unterwegs, die nahezu ähnliche Platzverhältnisse und oftmals auch Allradantrieb mitbringen. So auch der neue Volkswagen Passat Alltrack, den wir Anfang September gefahren sind.

Ein Fahrbericht von unserem Autoredakteur Dietmar Stanka

Form und Funktion

Hochgepumpt und reichlich mit Kunststoffen beplankt, protzt der Volkswagen Passat Alltrack mit echten Offroad-Genen. Er will als Crossover wahrgenommen werden. Als die Verbindung eines klassischen Kombis mit einem Geländewagen. Die Transportqualitäten beweist der auschließlich als Variant erhältliche Alltrack mit einem Ladevolumen von bis zu 1.769 Litern.

Foto: D. Stanka

Wie es sich für moderne Autos von heute geziemt, ist eine Reihe von Konnektivitätssystemen erhältlich. Apps, die das Leben angeblich leichter machen. Die Anbindung von Smartphones gleich welcher Coleur mit Apple CarPlay, Google Android Auto und Mirror Link. Tablets werden über Media Control für Entertainment- oder auch Geschäftszwecke verbunden und mit Car-Net holt sich der Passat Alltrack Besitzer Online-Dienste an Bord.

Foto: D. Stanka

Die schöne bunte Welt kann zusätzlich mit Navigationssystemen erweitert werden, deren berührungssensitiver Bildschirm zudem die Spielweise von App und Co. ist. Je nach Bedarf wird entweder das 555 Euro kostende Discover Media oder 2.310 Euro teure Discover Pro gewählt.

Fahrverhalten

Wohin mit dem Volkswagen Passat Alltrack für ein Fotoshooting? In eine möglichst natürliche Umgebung. Ein Kieswerk bietet sich an. Perfekt mit Haushoch aufgeschütteten Gestein, weiß leuchtend wie ein Sandstrand in der Karibik. Gespurt führen Wege auf die Spitze, die der Volkswagen Passat Alltrack im Offroad-Modus locker und lässig meistert.

Foto: D. Stanka

Dieses Alleinstellungsmerkmal der Baureihe ergänzt die klassischen Modi Eco, Comfort, Sport sowie Individual und verwandelt diesen Passat in einen echten Geländegänger. Dazu passt auch die Bodenfreihheit von 174 mm und sein permanenter Allradantrieb 4MOTION.

Die Kraft wird aber nur bei Bedarf auf alle vier Räder gelenkt. Im Normalfall wird ausschließlich die Vorderachse angetrieben. Bemerkt die Sensorik einen Verlust der Traktion wird die Hinterachse aktiviert. Das geschieht mit der als Längssperre fungierenden Haldex-Kupplung und die als Quersperren in das elektronische Stabilisierungsprogramm (ESC) integrierten elektronischen Differenzialsperren. Das für den TSI mit 220 PS und den TDI mit 240 PS serienmäßige XDS+ optimiert zudem das Lenkverhalten beim zügigen Kurvenfahrten.

Foto: D. Stanka

Das führt gleich zu der für den Volkswagen Passat Alltrack verfügbaren Motorenpalette. Drei Diesel mit jeweils 2 Litern Hubraum (110 kW/150 PS, 140 kW /190 PS, 176 kW/240 PS) und ein ebenfalls 2 Liter großer Benziner mit 162 kW (220 PS) stehen zur Wahl. Alle Motoren erfüllen die EU-6-Norm und die Diesel sind nicht von der Manipulation der Software betroffen.

Der schwächste Selbstzünder muss manuell mit dem sehr gut abgestimmten Sechsgang-Getriebe geschaltet werden. Bei den beiden stärkeren Varianten werden per 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe die Gänge gewechselt. Beim mittleren Diesel sind es derer sechs. Nun kann der Passat Alltrack bewiesenermaßen Gelände und sehr relaxt auch Straße fressen. Dennoch fehlt noch der Aspekt Zugkraft. Volkswagen verspricht bei 8 und 12 Prozent Steigung satte 2.200 kg. Das genügt für den Bootstrailer oder den Pferdeanhänger allemal. Und weil rückwärts fahren mit einem Anhänger beileibe kein Kinderspiel ist, lenkt der Trailer Assist (630 Euro) automatisch in Lücken und Ecken.

Foto: D. Stanka

Ausstattung

Bei 38.550 Euro beginnt die Welt des Volkswagen Passat Alltrack mit 150 Diesel-PS. 42.575 Euro kostet der Benziner, 43.200 der 190-PS-Diesel und für 47.150 Euro wechselt der stärkste Selbstzünder den Besitzer. Allen Alltrack-Modellen sind unter anderem 17 Zoll große Leichtmetallfelgen mit selbstversiegelnden und rollwiderstandsoptimierten 225ern, Regensensor, Parksensoren vorne und hinten, Multifunktions-Lederlenkrad sowie Sitzbezüge in Stoff-Alcantara-Mix gemein.

Empfehlenswert ist ein Blick auf das reguläre Business-Paket sowie desse Premium-Variante. Erstgenanntes kostet 1.125 Euro und beinhaltet eine Dreizonen-Klimaautomatik, eine Telefonschnittstelle, Lendenwirbelstützen vorne sowie einen elektrisch einstellbaren Fahrersitz mit Massagefunktion. Premium wertet dies mit der automatischen Distanzregelung (bis zu 160 km/h wirksam), beheizbaren Vordersitzen und Scheibenwaschdüsen sowie der Navigation Discover Media auf.

Foto: D. Stanka

Des Weiteren steht ein Bündel von Assistenzsystemen, beispielsweise Verkehrzeichenerkennung (320 Euro), Spurwechselasssistent (575 Euro) oder Parkassistent (325 Euro) zur Verfügung. Gebündelt sind diese und weitere Systeme in den Fahrassistenz-Paketen erhältlich.

Fazit

Mit dem Passat Alltrack hat Volkswagen eine echte Alternative zu einem SUV im Programm. Es muss ja nicht immer die fahrende Schrankwand sein, mit der man sich auf Autobahnen oder im Großstadtdschungel bewegt. Denn der Alltrack vereint das beste aus zwei Welten. Der klassische Pkw, sogar mit der immer beliebteren höheren Sitzposition und die Geländeeigenschaften für den Alltagsgebrauch. Dazu kräftige Motoren, die entsprechende Zugkraft generieren und eine hochwertige Verarbeitung. Die auch dazu beiträgt, den relativ hohen Preis zu rechtfertigen.

Technische Daten: Volkswagen Passat Alltrack TDI SCR 4MOTION BlueMotion Technology

Motor 4-Zylinder-Diesel

Getriebe Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe DSG
Hubraum 1.968 ccm
Leistung in kW/PS bei xy U/min 140 kW (190 PS)/3.600 - 4.000
Max. Drehmoment 400 Nm bei 1.900 –3.300 Umdrehungen pro Minute

Länge/Breite/Höhe 4.777/1.832/1.506 in mm

Radstand 2.789 in mm
Leergewicht 1.705 kg

Zul. Gesamtgewicht 2.290 kg
Kofferrauminhalt 639 –1.769 l

Bereifung 215/55 R 17
Felgen 7 x 17″Leichtmetall
Beschleunigung 8,0 Sekunden

Höchstgeschwindigkeit 220 km/h

Tankinhalt 66 l

Kraftstoffverbrauch Kombinierter Verkehr 5,2 l auf 100 km

Preis 43.200 Euro inkl. MwSt.

Dietmar Stanka Aribonenstraße 1 b D-81669 München