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Ford S-MAX – Van, Van nur Du allein

Montag, 12. Okt. 2015

Mit dem S-MAX hat Ford seit 2006 einen ansatzweise dynamischen Minivan im Angebot Die seit 12. September diesen Jahres auf den Markt befindliche zweite Generation hat nichts an dieser Dynamik verloren. Markanter der Kühlergrill, der mit seiner Trapezform die neue Sprache des Weltkonzerns ausdrücken soll. Die Seitenlinie ist weiterhin wie ein Bogen gespannt.

Ein Fahrbericht von unserem Autoredakteur Dietmar Stanka

Mit dem S-MAX hat Ford seit 2006 einen ansatzweise dynamischen Minivan im Angebot. Die seit 12. September diesen Jahres auf den Markt befindliche zweite Generation hat nichts an dieser Dynamik verloren. Markanter der Kühlergrill, der mit seiner Trapezform die neue Sprache des Weltkonzerns ausdrücken soll. Die Seitenlinie ist weiterhin wie ein Bogen gespannt. Niedrig geduckt und weit nach oben gezogen die Front bis hinter die A-Säule. Danach leicht abfallend in Richtung des durch die LED-Rückleuchten breit gezogenen Hecks.

Foto: D. Stanka

Form und Funktion

Das elementar wichtige eines Minivans ist und bleibt die Nutzbarkeit des Innenraums. Da kann außen so viel Sportlichkeit und Dynamik vorhanden sein. Wird das Innere des hübsch geschneiderten Blechkleids nicht perfekt für die Familie oder den Transport großvolumiger Güter gestaltet, bleibt solch ein Fahrzeug ein Ladenhüter.

Ford hat allerdings reichlich Erfahrung mit solcherart Fahrzeugen und setzte diese auch wieder beim neuen S-MAX um. Wesentlich übersichtlicher als beim Vorgänger wurde das Cockpit gestaltet. Mehr Ergonomie statt unübersichtlicher Schalterflut. Positiv ist die Sicherheitsausstattung des S-MAX zu bewerten, der gleichermaßen wie sein größerer Bruder Galaxy beim Euro NCAP-Crashtest die Höchstpunktzahl von fünf Sternen einheimste.

Foto: D. Stanka

Verantwortlich waren für diese Entscheidung unter anderem die Seiten-Airbags für die zweite Sitzreihe sowie Gurtstraffer für die erste und zweite Sitzreihe. Hinzu kommen Fahrer- und Beifahrer-Airbag, Knie-Airbag für den Fahrer sowie Kopf-Schulter-Airbags für die erste, zweite und dritte Sitzreihe. Für ein Plus an Sicherheit sorgt zudem die intelligent konstruierte Karosseriestruktur mit hydro-geformtem, ultra-hochfesten Stählen in den A- und B-Säulen sowie im Bereich der Dachreling.

Darüber hinaus verfügen beide Baureihen über den "Pre-Collision Assist" mit Fußgängererkennung. Dieses System erkennt Passanten, die sich vor dem Fahrzeug befinden und dessen Weg kreuzen könnten. Sofern der Fahrer nicht rechtzeitig auf akustische und optische Warnsignale reagiert, bremst der "Pre-Collision Assist" das Fahrzeug automatisch ab, um einen Zusammenstoß zu vermeiden.

Fahrverhalten

Die Vielfalt an Motoren ist groß. Darunter zwei Benziner, der 1,5 l EcoBoost mit 118 kW (160 PS) und manueller Sechsgang-Schaltung sowie der 2,0 l EcoBoost mit 177 kW (240 PS) und Sechsgang-Automatik. Mehr Auswahl bietet die Front der Selbstzünder. Vier Motoren mit jeweils 2 Liter Hubraum, die 88 kW (120 PS), 110 kW (150 PS), 132 kW (180 PS) und 154 kW (210 PS). Letztgenannter bildet als BiTurbo die Speerspitze bei den Diesel-Triebwerken und wird ausschließlich mit der Ford PowerShift-Automatik ausgeliefert.

Foto: D. Stanka

Allen Motoren ist eine Start-Stopp-Automatik gemein und für die 150 bzw. 180-PS-Varianten stehen neben dem manuellen Sechsgang-Getriebe zudem die Ford PowerShift-Automatik sowie Allradantrieb zur Verfügung. Werden alle vier Räder angetrieben, muss beim 150-PS-Diesel allerdings auf die Automatik verzichtet werden. Selbst der stärkste Allradler des S-MAX ist mit einem Preis von 40.250 in der Titanium-Ausstattung noch preiswert zu nennen. Gegenüber so manchem SUV ist er zudem in Punkto Ausstattung und Traktion ein echter Gewinner.

Wir schnappten uns für eine erste Ausfahrt das Volumenmodell mit 150-Diesel-PS, Frontantrieb und manueller Schaltung. Das Triebwerk ist mit einem Drehmoment von 350 Nm immer bei der Musik und lässt auch so manchen Alpenpass im vollbesetzten Zustand nicht zur Qual werden. Das Fahrwerk ist ausgewogen komfortabel und bringt auch die hintere Sitzreihe würgefrei durch die Lande.

Foto: D. Stanka

Ausstattung

Trend und Titanium. Mehr ist nicht an Varianten, was die Auswahl schnell auf die höherwertigere der beiden konzentriert. Beginnen wollen wir dennoch mit dem Trend, der ab 30.150 Euro mit dem 1,5-Liter-Benziner zu bekommen ist. Bereits reichlich ausgestattet, unter anderem mit schlüsselfreiem Starten, Zweizonen-Klimaautomatik, Multifunktions-Lederlenkrad sowie Audiosystem mit USB-Anschluss und elektrischen Fensterhebern vorne und hinten.

Dennoch fehlen Leichtmetallräder oder auch einige der im Nachgang erwähnten und sinnvollen Sicherheitsfeatures ebenso wie der automatisch abblendende Innenspiegel oder der Regensensor. All das ist bei dem 32.700 kostenden Titanium mit der gleichen Motorisierung bereits inklusive.

Der Reigen sinnvoller Sicherheitsausstattung, die außerdem zu der Fünf-Stern-Wertung im Euro NCAP-Crashtest geführt hat, wird unter anderem mit der Frontkamera mit "Split View"-Technologie fortgeführt. Diese Kamera verbessert die Sicht des Fahrers an schwer einsehbaren Kreuzungen oder Abzweigen.

Foto: D. Stanka

Ein Toter-Winkel-, ein Fahrspur- und ein Notruf-Assistent komplettieren diese Leistungsumfänge. Letztgenannter ist zudem als serienmäßiger Bestandteil des sprachgesteuerten Kommunikations- und Entertainmentsystem Ford SYNC 2 mit Touchscreen an Bord. Im Falle eines Falles übermittelt er mittels einem per Bluetooth angebundenem Mobiltelefon einen Notruf mit genauen Ortsangaben ab und stellt den Kontakt zu Rettungskräften her.

Lustig ist zudem, dass Ford SYNC 2 nunmehr mittels der integrierten Sprachsteuerung Dialekte erkennt. Dazu haben im Rahmen der Erstellung des Ford SYNC-Wörterbuchs für das Verstehen von Sprachbefehlen weltweit tausende Fahrer eine Vielzahl an Wörtern, Sätzen und Zahlen gesprochen. In den einzelnen Ländern wurden bei diesen Audio-Aufnahmen stets auch verschiedene Dialekte und Akzente berücksichtigt. Alleine in Deutschland wurden Sprachaufzeichnungen von Probanden aus allen

16 Bundesländern produziert. "Luja sog i, zefix Halleluja!, Hund sans scho, die von Ford.“ Fällt mir dazu als Bayer ein.

Fazit

Für uns ist der Ford S-MAX weiterhin der ultimative Sportler unter den Vans. Sozial verträglicher als mancher SUV ist er ein echter Platzhirsch. Ein klassischer Van mit guter Rundumsicht und all den Vorteilen, die Fahrzeuge dieses Segments ausmachen. So lasst uns gemeinsam auf den reichlich vorhandenen Sitzgelegenheiten des Ford S-MAX schunkeln und dabei Van, Van nur Du allein intonieren. (ds)

Technische Daten: Ford S-MAX Titanium 2,0 l TDCi

Motor 4-Zylinder-Diesel
Getriebe Sechsgang-Schaltung
Hubraum 1.997 ccm
Leistung in kW/PS bei xy U/min 110 kW (150 PS)/3.750
Max. Drehmoment 350 Nm bei 1.750 –2.750 Umdrehungen pro Minute
Länge/Breite/Höhe 4.796/1.916/1.655 in mm
Radstand 2.850 in mm
Leergewicht 1.725 kg
Zul. Gesamtgewicht 2.300 kg
Kofferrauminhalt 282 –2.020 l
Bereifung 235/55 R17
Felgen 7,5 x 17″Leichtmetall
Beschleunigung 10,8 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit 198 km/h
Tankinhalt 70 l
Kraftstoffverbrauch kombinierter Verkehr 5,0 l auf 100 km
Preis 35.250 Euro inkl. MwSt.