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Ungeheuer praktisch

VW Caddy Beach – na das muss Liebe sein

Mittwoch, 1. Jul. 2015

Er ist nicht gerade eine Schönheit, aber dafür ist er ungeheuer praktisch Er ist nicht so komfortabel wie eine edle Mittelklasse Limousine, aber dafür hat er reichlich Platz. Er kann bis zu sieben Personen bequem in den Urlaub fahren oder den Umzug aus der Junggesellenbude in einem Rutsch transportieren. Wir sprechen hier vom VW Caddy, diesem schnuckeligen Kleinlaster, der für jeden Handwerksbetrieb die ideale Lösung parat hat, der ein problemloser Familientransporter und der beste Freund für den Sportler egal ob Surfer oder Kletterkünstler ist - und damit sind wir beim Thema.

Ein Fahrbericht von unserem Autor H.-G. Fischer

Den VW Caddy gibt es in über 350 verschiedenen Modellvariationen, als Benziner, mit Gasantrieb oder Diesel. Als Pick Up oder Kastenwagen und immer mehr auch als schicke Reiselimousine.

Foto: H.G.Fischer

In dieser, im Automobilsektor wohl einmaligen Vielfalt gibt es aber noch ein ganz besonderes Modell: einen Campingwagen. Früher hieß der mal Tramper, jetzt läuft er unter dem Namen Caddy Beach. Klingt vielleicht mondäner.

Foto: H.G.Fischer

Aber das ist egal. Wichtig ist, der Kleine ist das ideale zu hause für jugendliche , nicht sehr anspruchsvolle Globetrotter. Klein aber fein, praktisch und mobil. Home sweet home für frisch Verliebte

Variables Kuschelnest

Na ja, eine Luxusbettchen wartet nicht auf das junge Glück. Aber 1,10 Meter Breite und 2,0 Meter Länge - das ist mehr als man in manchem Einbettzimmer bekommt. Das rasante Bettchen bietet VW beim Caddy in zwei Modellvarianten.

Foto: H.G.Fischer

Das kurze Modell mit 4.41 Meter, als Maxi Caddy mit 4.87 Meter. Die Komfortliege im Beach ist blitzschnell ausgerollt. Man muss nur die Lehnen der Rücksitze umklappen, dann ist genug Platz zum Schlafen. Ins Bett krabbeln kann man entweder über die seitliche Schiebe- oder Hecktür.

Wer es romantisch haben möchte, zieht das Rollo am Heckfenster zu. Mit einem Vorhang lässt sich die Bettstatt gegen neugierige Blicke schützen. Für die Beleuchtung sorgt die Innenleuchte wer es mag knipst die LED-Spots an. Mit an Bord des kompakten Reisemobil sind Campingstuhl- und Tisch und tagsüber kann man an der offenen Heckklappe ein Windfang anbringen und hat damit ein zweites Wohnzimmer.

Foto: H.G.Fischer

Großer Vorteil der kleinen Liebeslaube ist, dass man mit ihr ohne Probleme in der Stadt bummeln kann, dass selbst enge Gassen in Pisa, Barcelona oder Kufstein kein Problem sind.

Ausstattung und Antrieb

Der neue Caddy fährt sich wie ein Golf und ist auch fast identisch ausgestattet. Die Karosse des neuen Kleinlasters hat einen Feinschliff bekommen, wobei besonders die Modellierung der Kanten auffallen. Sie geben dem VW aus der Nutzfahrzeugabteilung schon die Andeutung gewisser Extravaganz.

Foto: H.G.Fischer

Der größte Unterschied zum Vorgängermodell liegt im Bereich der Elektronik. Das gilt zum einen für etliche Assistenzsysteme wie Radar-Abstandswarner, City-Notbremsfunktion, automatische Distanzregelung (ACC), Tempomat ist möglich oder der Light Assist, der bei Gegenverkehr das Fernlicht automatisch ein - oder ausschaltet und wer es ganz bequem haben will, der bestellt sich den Park Assist, der parkt den Caddy Beach von ganz allein.

Foto: H.G.Fischer

Connectivity auch auf diesem Gebiet haben die VW Nutzfahrzeug Techniker tief ins Volkswagen Regal gegriffen. Bluetooth, die Telefon Freisprechanlage koppelt sich schnell, ohne Probleme mit Ihrem Smart Phone. USB- und AUX-In Schnittstellen findet man in der Mittelkonsole. Wie das meiste dieser Features ist auch der „Mirror Link“ optional. Mit dieser Technik lassen sich Smartphone-Apps und Bedienung auf das Touchscreen-Dispalay übertragen.

Damit Sie schnell und sicher ihr Schlafplätzchen für die Nacht finden ist ein Navigationssystem mit Europa-Kartendaten verfügbar. Als Sahnehäuptchen obendrauf kann man für das System noch das „Media Control“ System ordern. Damit lässt sich das ganze System über ein drahtloses, mit dem Infotainment verbundenes Tablet-PC oder ein Smartphone bedienen.

Foto: H.G.Fischer

Motorisieren lässt sich der Caddy in seinen Grundversionen mit drei verschiedenen Benzinern vom 1.2 Liter 62 kW/84 PS bis zum 1.4 Liter mit 92 kW / 125 PS, mit sechs 2.0 Liter Dieselaggregaten von 55/kW 75 PS bis 110 kW/150 PS inklusive einem Allrad angetriebenen Modell. Dazu kommt noch der 1.4 Liter Motor mit CNG ( Erdgas) Antrieb 81 kW/110 PS.

Der Caddy Beach Testwagen war mit dem starken 150 PS Motor bestückt. Eine ideale Motorisierung. Leise, verbrauchsarm mit gutem Drehmoment der das Überholen nicht zum Stress werden ließ. Eine Schwachstelle hat aber auch der neue Caddy. Volkswagen Nutzfahrzeuge will dem Alleskönner partout keine neue Hinterachse gönnen.

Foto: H.G.Fischer

Bei unebener Straße oder kräftigen Bodenwellen rumpelt der sympathische Kleinlaster kräftig über den Asphalt. Für Passagiere im Fond ( es gibt den neuen Maxi Caddy natürlich auch als Siebensitzer) meldet sich dann schon mal die Wirbelsäule. Volkswagen argumentiert diesen Anachronismus mit der Kostenfrage und damit, das sich mit der Starrachse mehr Zuladung bewegen lässt.

Fazit

Der neue Caddy tritt an mit einem gelungenen Facelift, mit einer stark konturierten Karosse und mit einer riesigen Motorpalette, die nun wirklich jeden Wunsch erfüllt. Entscheidend ist, das die VW Nutzfahrzeug Abteilung die Zeichen der Zeit erkannt hat und ihre neuen Modelle egal ob Caddy oder der neue T6 mit einem umfassenden Infotainment- und elektronischen Assistenzsystemen ausstattet.

Connectivity, diese Zauberwort, dieses „Must“ der heutigen Generation ist nun auch beim praktischen Alleskönner angekommen. Damit ist der Caddy auch für die Smart-Phone-Kinder ein vollwertiges Auto.

Technische Daten

  • Motor: 2.0 Liter 4-Zylinder Diesel
  • Leistung: 110 kW / 150 PS
  • Drehmoment: 340 Nm bei 1.750 – 3.000 1/min
  • Getriebe: 6-Gang Schaltgetriebe
  • L / B / H: 4.41 Meter / 1,82 Meter / 1,79 ( 2,07) Meter
  • Höchstgeschwindigkeit: 194 km/h
  • Beschleunigung:10.3 Sek. 0 – 100 km/h
  • Tankinhalt:
  • Verbrauch: (getestet) 7. 3 Liter
  • Verbrauch ( Hersteller) 4.9 Liter
  • CO2 Emission: 129 g/km
  • Schadstoffklasse: Euro 6
  • Preis: Basismodell 23. 990 Euro
  • Preis: Testwagen 29.208 Euro
Text / Fotos: H.G.Fischer / VWN