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Suzukis bestes Stück

Donnerstag, 16. Apr. 2015

Mit der Neuauflage des bekannten SUV-Modells Vitara wollen die Japaner im Markt der kompakten Off Roader wieder kräftig mitmischen Bullig fährt er vor. Voller Kraft, mit breiter Schnauze die reichlich Selbstbewusstsein signalisieren soll. Wo ich bin ist vorne - das zumindest verspricht die neue Optik des Suzuki Bestsellers. Der Vitara, Flaggschiff der Marke, der seit rund 25 Jahren am Markt ist und neben dem Toyota RAV 4 das Segment der kleinen, kompakten Sport Utility Vehicle (SUV) in Deutschland bekannt machte und auf Anhieb in die Erfolgsspur fuhr.

Dank der erhöhten Sitzposition, der maskulinen Ausstrahlung konnten die kleinen Geländekraxler besonders bei den Frauen Punkte einfahren. Das Konzept: Wendig, robust, bezahlbar – Autos, mit denen sich der Alltag leichter bewältigen lässt – das sorgt auch heute noch für satten Umsatz.

Copyright: Suzuki
Copyright: SuzukiFoto: Suzuki

Zwei unterschiedliche Brüder

In der Nähe von Lissabon stellte Suzuki seinen neuen Vitara vor. Zwei Modellvarianten gehen an den Start. Ein Benziner und eine Dieselvariante. Beide mit einem 1,6 Liter 120 PS Motor ausgerüstet. Der Benziner hat ein Drehmoment von 156 Nm, der Diesel drückt 320 Nm auf die Welle.

Man merkt deutlich, dass der Selbstzünder der agilere der Beiden ist. Leicht und locker spurtet der Diesel Vitara durch die kurvigen Bergstraßen im Hinterland von Cascais in Portugal.

Das 6-Gang- Getriebe flutscht locker durch die Gänge und das ist gut so, denn bei der Berg und Talfahrt will der kleine Off Roader auf Drehzahl gehalten werden. 5,5 Liter schluckte der Diesel. Bei der anspruchsvollen Piste, ein guter Wert. Der Benziner, leider nur mit einem manuellen 5-Gang- Getriebe ausgerüstet, möchte eher gemütlich duchs Gelände cruisen. Er hat Mühe in die Gänge zu kommen und wenn es wirklich mal ein bisschen steiler wird, hat man Sorge, dass ihm die Puste ausgeht.

Suzuki Vitara neuwagen
Suzuki Vitara neuwagenFoto: Hans-Georg Fischer

Lieber On – als Off Road

Suzuki spricht beim Vitara von einem Geländewagen, der sich für Fahrten auf Schneepiste, auf Matsch und regennasser Straße besonders gut macht. Über einen Drehknopf in der Mittelkonsole lässt sich das Fahrwerk auf die jeweiligen Bodenverhältnisse einstellen lässt.

Schweres Gelände über Stock und Stein – das ist nichts für den schönen Japaner. Bei der Testfahrt am Strand von Cascais kam das System allerdings an seine Grenzen. Lockere Sandpiste mag der Soft-Allradler überhaupt nicht.

Jung, bunt und total vernetzt

Suzuki hat dem neuen Vitara ein frisches, jugendliches Aussehen verpasst. Fröhlich Farben- es gibt 14 verschieden Farbvarianten- möchten auch das jüngere Publikum ansprechen. Das sollte kein Problem sein, denn die Optik ist wirklich gelungen. Der 4,17 Meter lange Vitara wirkt irgendwie größer und dieses Gefühl bestätigt sich auch im Innenraum. Viel Platz empfängt die Passagiere des Fünfsitzers.

Das Raumgefühl ist ok, aber leider wird dieser Eindruck durch die doch recht straff gepolsterten Sitze getrübt, denn die haben den Komfort eines Küchenstuhls. Die Sitzfläche ist relativ kurz, da ermüden die Beine auf längerer Urlaubsfahrt zu schnell. Das Einstellen der Rückenlehne per Hebelzug ist schwierig.

Suzuki Vitara Kofferraum
Suzuki Vitara KofferraumFoto: Hans-Georg Fischer

Das Armaturenbrett wird durch farbliche Elemente, die dem Außenlack entsprechen, verschönt. Das aber macht die restliche Hartplastikoberfläche nicht besser. Ansonsten überzeugt die Funktionalität.

Eine klar strukturierte Anordnung der Schalter und Hebel sorgt für leichte Bedienbarkeit. Das trifft nicht auf das Navisystem und etliche Infotainment Gags zu. Das Navigieren ist ziemlich gewöhnungsbedürftig, die Verbindung zum iPhone klappte bei der Testfahrt trotz etlicher Versuche nicht.

Connectivity, das neue Zauberwort der Autobranche, ist im neuen Vitara durchaus gewollt, nur die Handhabung lässt noch Wünsche offen. Bei der Sicherheit muss sich der Vitara nicht hinter der Konkurrenz verstecken. ACC, Radarabstandswarner, Allgrip Allradantrieb (nur für 4x4) Bergabfahrhilfe, Rückfahrkamera etc. sind an Bord und funktionieren tadellos.

Der Preis ist heiß

Freude kommt bei den Fans der Marke auf, wenn es um den Preis geht. Den neuen Vitara gibt es in drei Ausstattungsvarianten Club, Comfort, Comfort+.

Suzuki Vitara
Suzuki VitaraFoto: Hans-Georg Fischer

Den Benziner in der Club Version kann man sich ab 18. April ab 17 990 Euro in die Garage stellen. Suzuki ist davon überzeugt, dass der Vitara mit der serienmäßig umfangreichen Comfort Ausstattung ab 20 490 Euro, das meist verkaufte Modell sein wird.

Die Diesel Modelle kosten jeweils 2 300 Euro Aufpreis und wer das Ganze als Allradmodell haben will muss noch mal 1.700 Euro drauf legen. Mit den zig farblichen Kombinationsmöglichkeiten, mit der dynamischen Optik, dem umfangreichen Sicherheits- und Infotainment Paket, der soliden Verarbeitung und dem guten Preis – Leistungsverhältnis ist der neue Suzuki Vitara im Segment der kompakten SUV Vehikel sicher eine interessante Neuerscheinung.

Technische Daten Suzuki Vitara - 1,6 Liter Diesel,

Motor: Vierzylinder Diesel

Getriebe: 6-Gang manuell

Suzuki Vitara Tache
Suzuki Vitara TacheFoto: Hans-Georg Fischer

Hubraum: 1.586 ccm

Leistung in kW/PS 88kW(120 PS) 3.750 U/min

Max.Drehmoment 320 Nm bei 1.750 U/min

Länge/ Breite/ Höhe: 4.17/1.77/1.61 in Meter

Suzuki Vitara Cockpit
Suzuki Vitara Cockpit Foto: Hans-Georg Fischer

Leergewicht: 1.295 kg

Zul. Gesamtgewicht: 1.870 kg

Kofferraum: 375 – 1.120 Liter

Beschleunigung: 12.4 Sek. 0-100 km/h

Suzuki Vitara heck
Suzuki Vitara heckFoto: Hans-Georg Fischer

Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h

Tankinhalt: 47 Liter

Kraftstoffverbrauch kombiniert: 4,2 Liter

Testverbrauch: 5,5 Liter

Preis: Diesel ab 20.290 Euro / mit 4x4 ab 21.990 Euro

Autor / Fotos im Fliesstext: Hans-Georg Fischer
© Foto Teaser: Suzuki