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VW Konzernabend vor dem Genfer Autosalon

Mittwoch, 4. Mär. 2015

Volkswagen hat allen Grund die Korken knallen zu lassen. Der 1. März ist für den Wolfsburger Konzern ein Tag zum feiern. Der Passat wurde am Nachmittag zum "Car of the Year 2015" nominiert worden und der Markenwert stieg von 2014 auf 2015 laut Brand Finance um 15 Prozent von rund 27 auf 31 Milliarden US-Dollar.

Ein Messebericht von unserem Autoredakteur Dietmar Stanka

„Wir sind sehr stolz auf diese Auszeichnung", erklärte Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Aktiengesellschaft, anlässlich der Preisverleihung in Genf. „Mit dem neuen Passat ist es uns erneut gelungen, ein Auto zu entwickeln, das technologisch und qualitativ die Maßstäbe in seiner Klasse setzt. Diese Auszeichnung ist eine großartige Bestätigung für die Arbeit unserer Ingenieure, Designer und der gesamten Mannschaft. Der neue Passat zeigt, dass die Marke Volkswagen die richtigen Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit gibt."

Foto: D. Stanka

Am Abend präsentierten sich wie zu jeder internationalen Automobilmesse die Marken der Konzerns mit ihren Neuheiten oder auch mit einem leisen Abschied, wie dem vom Bugatti Veyron.

Foto: D. Stanka

Bugatti

Bugatti präsentierte den Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse „La Finale“ mit der Chassisnummer 450 gemeinsam mit dem Veyron 16.4, der vor zehn Jahren mit der Chassisnummer 1 das Molsheimer Atelier verließ.Er schöpft seine gewaltige Kraft aus einem 1.200 PS starken 8-Liter-W16-Motor und bringt ein maximales Drehmoment von 1.500 Nm auf die Straße. Von Null auf Hundert sprintet er in 2,6 Sekunden. Seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 410 km/h.

Foto: D. Stanka

Das Schmuckstück im Innenraum ist zweifellos der Bugatti-Elefant auf dem Deckel des Ablagefachs aus rotem Sicht-Carbon an der Rückwand zwischen den Sitzen. Er wurde mit großem handwerklichen Geschick in Bronze gegossen, schwarz patiniert und als Einleger in den Deckel eingearbeitet. Unter dem Bronzeguss wurde der Schriftzug „450/450“ in Schwarz auflackiert. Wer nun meint, er könnte dieses Fahrzeug vielleicht noch erwerben, wird enttäuscht sein. Denn dieses Fahrzeug ist wie all die anderen 450 längst verkauft.

Foto: D. Stanka

Skoda

Die Weltpremiere des neuen Skoda Superb fand vor knapp zwei Wochen in Prag statt. Nun wurde das neue Flaggschiff der Tschechen in Genf der Öffentlichkeit vorgestellt. Mehr über den neuen Skoda wird nach der Fahrveranstaltung Mitte Mai 2015 hier bei uns zu lesen sein.

Foto: D. Stanka

Porsche

Der Cayman GT4 ist das neueste Baby aus Zuffenhausen mit echten Rennsportgenen. Mehr Abtrieb. Mehr Traktion. Mehr Hubraum. Mehr Schub. Mehr Leistung. So viel wie noch nie zuvor in einem Cayman. 283 kW (385 PS), 420 Nm, 295 km/h Höchstgeschwindigkeit, 0 auf 100 km/h in 4,4 Sekunden. Mehr zu diesem Boliden bald in unserem Fahrbericht.

Lamborghini

Es war nicht anders zu erwarten, dass auch der Aventador nochmals stärker, schärfer und beflügelter wird. LP 750-4 Superveloce genannt und mit 50PS mehr als die doch recht untermotorisiert erscheinenden 700-PS-Geschosse aus Sant' Agata Bolognese. 327.190 Euro teuer und das noch ohne die Mehrwertsteuer.

Foto: D. Stanka

Volkswagen Nutzfahrzeuge

Der hinter dem Volkswagen T5 wichtigste Vertreter der in Hannover ansässigen Nutzfahrzeug-Sparte des Volkswagen Konzerns ist der Caddy. Gebaut wird der mittlerweile schon fast kultige Kastenwagen, den Handwerker genauso schätzen, wie Familien, im polnischen Posen. Die 149 000 Caddys im vergangenen Jahr bedeuteten im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 1,6 Prozent. Dabei gingen gut 30 000 der Stadtlieferwagen an Kunden in Deutschland, wo der Caddy sein Segment mit 25 Prozent Marktanteil klar anführt.

Foto: D. Stanka

Seat

Endlich ein SUV. Wenn auch nur als Studie. Aber diese soll zeigen, wo der Weg hinführt. Der Seat 20V20 (sprich „Vision Veinte veinte“, spanisch für 20 20) kombiniert die dynamische Silhouette eines viertürigen Sportcoupés mit der Souveränität eines SUV und der Variabilität sowie dem Nutzwert eines Mittelklasse-Kombis. Jürgen Stackmann, Vorstandsvorsitzender von Seat, dämpfte unsere Erwartungen, dieses Fahrzeug bald auf den Straßen zu erleben. Es wird wohl leider noch etwas dauern mit der Umsetzung, aber der Grundstock ist bereits gelegt.

Foto: D. Stanka

Audi

Der neue Audi R8 stand im Mittelpunkt bei der Marke mit den vier Ringen aus Ingolstadt. Daneben war es das Showcar Audi prologue Avant. Dieser trägt den PluginHybridantrieb des Audi Q7etronquattro in einer höheren Ausbaustufe unter Haube. Der 3.0TDIMotor und die EMaschine geben zusammen 335kW (455PS) Systemleistung und 750Nm Systemdrehmoment ab. Damit beschleunigt das Showcar in 5,1Sekunden von 0 auf 100km/h. Die Dynamik-Allradlenkung, bei der die Hinterräder bis zu fünfGrad einschlagen können, vermittelt gutes Handling und hohe Fahrstabilität.

Foto: D. Stanka

Bentley

Eine weitere Interpretation des Continental, und der faszinierende EXP 10 Speed 6. Bentley will sich neu positionieren und zeigt mit der Studie das neue Design der Marke. Mehr Sportwagen, mehr Coupé, mehr Dynamik. Warten wir ab, wo die Reise hingeht und wann diese Studie in Serie geht.

Foto: D. Stanka

Volkswagen

Natürlich stand der neue Touran im Mittelpunkt der Volkswagen Pkw Produktneuheiten. Die dritte Generation des Kompaktvans bietet einen deutlich vergrößerten und variabelen Innenraum. Neben sechs neuen Motoren, die bis zu 19 Prozent sparsamer sind als die Vorgänger, weist der neue Touran eine serienmäßige Multikollisionsbremse auf. Zudem sind unter anderem die automatische Distanzregelung ACC und der Front Assist inklusive City-Notbremsfunktion, der Stauassistent und der Trailer Assist (Anhängerrangier-Assistent) im Angebot. Mit seinem Kofferraumvolumen von 743 bis zu 1980 Litern und die insgesamt 47 Ablagen ist der Touran ein perfekter Familienvan.

Einen echten Höhepunkt präsentierte Dr. Heinz-Jakob Neußer, Volkswagen Vorstand für den Geschäftsbereich Entwicklung mit dem Sport Coupé Concept GTE.Sportwagendesign trifft auf Plug-In-Hybrid. 279 kW (380 PS), ein V6 TSI-Aggregat und der Einsatz von zwei Elektromotoren und einer extern aufladbaren Batterie ermöglichen auch einen emissionsfreien Betrieb. Der Durchschnittsverbrauch (kombiniert) der 250 km/h schnellen Studie soll bei nur 2 l auf 100km liegen.

Dietmar Stanka Aribonenstraße 1 b D-81669 München