
Audi Q3 Trans China Tour 2011
Sonderbericht unseres Redakteurs Dietmar Stanka
Samstag, 15.10.2011
Morgens kurz nach 7 Uhr Abfahrt zum gemeinsamen Werk FAW-Volkswagen-Audi. Schlaftrunken ging es zum Bus und nach einer kurzen Einführung in den chinesischen Markt auf eine noch kürzere Tour durch die Produktionsstätte von Audi China.
Ein paar Fakten zu Audi in China. In Changchun, einer Stadt mit mehr als 8 Mio. Einwohnern wird der A4 und der A6 in der Langversion sowie der Q5 gefertigt. 2012 wird auch der Q3 für den chinesischen Markt dort gebaut.

Begonnen hat das Engagement des Ingolstädter Autobauers 1988 mit einer Lizenzproduktion des Audi 100. 1999 verließen die ersten A6 L die Werkshallen, 2003 der A4 L und seit 2010 der Q5.
Bis 2010 verkaufte Audi in China 1 Million Autos. Eine weitere Million soll bis 2013 erreicht werden. Deutschland und China machen zusammen rund 42 Prozent des Gesamtabsatzes von Audi aus, in China mit einer steigenden Tendenz. Die Produktionskapazität wurde von 2007 bis 2011 von 100.000 auf 300.000 Einheiten pro Jahr ausgebaut. Durch flexible Prozesse kann diese auf bis zu 400.000 erweitert werden.
Für den großen Erfolg im Reich der Mitte sind im Moment 177 Händler verantwortlich. Alleine 19 sind in Peking angesiedelt, weitere 9 in Schanghai. Bis 2013 wird das Netz auf 400 Stationen ausgebaut, die im Schnitt mindestens doppelt so groß sind, wie die bei uns in Deutschland bekannten. Rund 80 Prozent aller in China verkauften Audis geht an Privatkunden, die besondere Ansprüche haben. So sind in allen Audi Betrieben Lounges installiert, die für das Wohlbefinden des Klientel sorgen.

Foto: D. Stanka
Peking
Nach unserer Ankunft in Peking um 13.40 Uhr mal wieder eine Busfahrt in die Stadt. Im Künstlerviertel „798“ erwartete uns ein spätes Mittagessen im Restaurant „NaLa“. Leckeres chinesisches Essen und danach in die Stadt in unser Hotel, das Park Hyatt. Wie nicht anders zu erwarten war, richtig viel Stau.

Foto: D. Stanka
Grand Opening at „The Place“
Die größte LED-Leuchtwand war Schauplatz des Grand Opening der Audi Q3 Trans China. Eröffnet wurde die über 16 Etappen führende und 5.700 km lange Tour vom Audi Vorstand für Entwicklung Michael Dick. Am Sonntag, den 16.10.2011 startet die erste Crew mit 20 Audi Q3 nach Jinan. Für die 462 km lange Strecke sind rund 6 Stunden Fahrzeit eingeplant. Mehr dazu morgen gegen Nachmittag hier bei FB.

Foto: D. Stanka
Sonntag, 16.10.2011
Strahlend blauer Himmel über Peking. Angeblich eine seltene Erscheinung in der vom Smog geplagten Stadt. Für den Start der Audi Q3 Trans China das perfekte Wetter. Um 9.30 rollte der erste Wagen auf die erste Etappe nach Jinan Richtung Süden.
Erster Zwischenstop die Stadt Tianjin.
Dietmar Stanka und Reinhold Deisenhofer steuern den Audi Q3 TFSI quattro mit der Startnummer 12. Dieser Q3 hat eine Motorleistung von 155 kW (211 PS) und ist mit der Siebengang S tronic ausgestattet. Mit dem MMI Navigationssystem, das extra für China konfiguriert ist, haben wir keine Probleme die chinesischen Wegweiser und Schriftzeichen zu entziffern. Wir werden besten geleitet und erreichen die anvisierten Ziele problemlos.

Emanuele Pirro, Audi Werksfahrer unter anderem in Le Mans ist als Gastfahrer bei der ersten Welle der Audi Q3 Trans China mit am Start
Foto: D. Stanka
Diese Stadt mit rund 9 Millionen Einwohnern steht nicht nur eine alte Tempelanlage, die heute ein Touristenmagnet ist, sondern auch ein riesiges Atomkraftwerk. An der Strecke bis Jinan haben wir weitere fünf AKW gesichtet. Ein Zeichen für den riesigen Energieverbrauch dieses Landes.
Leckeres Essen gab es mittags im Restaurant „Fortune Garden“, wobei so manche Kost nicht für den europäischen Magen bestimmt ist.

Foto: D. Stanka
Rund 90 km vor Jinan passierten wir Dezhou. Ebenfalls eine Millionenstadt, die in den letzten Jahren wegen alternativer Energiegewinnung in ein positives Licht gerückt wurde. Solar wohin man schaut. Sämtliche Straßenlampen werden durch Sonnenenergie betrieben, ein Solar-Hotel lockt Besucher an und das Unternehmen „Himin“ produziert mehr Solarpanel als sämtliche EU-Länder. Aber nicht alles ist Gold was glänzt. Der Inhaber von „Himin“ ist mehrfach in die Schlagzeilen geraten, weil er Kunden übervorteilt hat.
Der insgesamt sonnige Tag mit Temperaturen bis zu 26 Grad verfinsterte sich bei der Anfahrt nach Jinan dramatisch. Eine riesige Smogglocke hängt über der Stadt und der Geruch erinnerte uns an die Winter in der ehemaligen DDR. Stinkende Braunkohle verätzt die Geruchsnerven. Gut, dass wir morgen Vormittag in Richtung Qingdao aufbrechen.

Foto: D. Stanka
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