Foto: D. Stanka
BMW i – Weg vom Blech
Von Dietmar Stanka
Für die BMW Group und insbesondere die neue Submarke BMW i war der 29. Juli 2011 in Frankfurt ein Meilenstein für die Mobilität der Zukunft.
Nicht weniger als 400 Journalisten aus der ganzen Welt sowie der gesamte Vorstand der BMW Group waren in der Halle 11 der Messe in Frankfurt zugegen, als die Concept-Automobile i3 und i8 vorgestellt wurden. Verkehrsminister Ramsauer, neben dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Norbert Reithofer und dem Entwicklungsvorstand Dr. Klaus Draeger, Redner der Veranstaltung, empfahl sich mit markigen Worten als Aufsichtsrat bei BMW.
Die Konzepte
i3 und i8 heißen die beiden neuen Automobile, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der i3 ist das urbane Mobil mit vier Sitzplätzen und einen 200 Liter kleinen Kofferraum. Ihn soll nur ein Elektromotor antreiben, dessen Batterien platzsparend im Wagenboden verbaut sind. Der i8 ist dagegen ein reinrassiger Sportwagen in 2+2 Bauweise. Will heißen, dass sich hinten auch noch zwei Personen reinquetschen können. Neben der Form ist auch das Antriebskonzept komplett anders. Neben einem Elektromotor, der über der Vorderachse montiert ist, treibt den i8 auch ein Benziner an, der über der Hinterachse seinen Platz findet.

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i3 Concept
Der BMW i3, der Ende 2013 in den Verkauf geht, leistet 125 kW und soll mit einer vollgeladenen Batterie zwischen 130 und 160 Kilometer weit fahren können. Genug also für den durchschnittlichen Autofahrer, dem täglich rund 50 – 70 Kilometer Strecke unterstellt werden. Ist die Batterie leergesaugt, dauert es im normalen Lademodus sechs Stunden, bis sie voll ist. Es geht aber auch schneller. 80 Prozent der Gesamtkapazität können im Schnelllademodus innerhalb einer halben Stunde erreicht werden.
Der i3 erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 150 km/h und beschleunigt auch aufgrund seines geringen Gewichts von 1.250 kg in 7,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der Elektromotor produziert eine Leistung von 125 kW, was ein Drehmoment von 250 Nm erzeugt. Dieses liegt bei einem Elektrofahrzeug bekanntlich sofort an, was einen permanent sportlichen Antritt ermöglicht.
Das Geheimnis, ein Elektroautomobil so zu erleichtern, dass es gleich viel oder sogar weniger wiegt als ein konventionell betriebenes Auto, liegt am Karbon. Dieser Werkstoff ist zwar im Moment noch sehr teuer, dafür leicht und sehr robust. Deswegen stellt sich die bis dato unbeantwortete Frage nach dem Preis des i3. Aber es gibt auch gute Nachrichten vonseiten dieses Kohlewasserstoffgebindes. Den Forschern und Wissenschaftlern ist zumindest im Labor bereits gelungen, Karbonfasern aus natürlich nachwachsenden Rohstoffen zu gewinnen.
Es ist aber nicht alles aus Karbon beim BMW i3. Fahrwerk und Teile der Karosse sind aus Aluminium und die Außenhaut besteht aus leicht auswechselbaren Kunststoffteilen. So wird bei typischen Stadtunfällen nur das beschädigte Teil gewechselt. Ist die Karbonstruktur beschädigt, wird gesägt und geklebt. Der zerstörte Bereich wird entfernt und einfach durch ein neues Stück ersetzt.

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i8 Concept
Der i8 ist von seiner Markteinführung noch ein Stückchen weiter entfernt. Die Kombination aus Elektro- und Benzinantrieb wird als Plug-in-Hybrid bezeichnet. Im Gegensatz zu einem Vollhybrid kann der i8 mit dem 96 kW starken Elektromotor bis zu 35 Kilometer weit fahren, bevor sich der Benziner zuschaltet. Für Beschleunigungsorgien steht die Kombination aus beiden Kraftquellen zur Verfügung. Schnelle Autobahn- oder Überlandfahrten lassen sich auch rein mit dem konventionellen und 164 kW starken Ottomotor zurücklegen.
Fazit
BMW hat ein neues Kapitel in seiner Unternehmensgeschichte aufgeschlagen. Alternative Antriebe stehen bei der Submarke BMW i im Vordergrund und so manche Entwicklung wird von dort auch in die klassische Serienfertigung einfließen. Ganz nach dem Motto: Weg vom Blech.
Dietmar Stanka Aribonenstraße 1 b D-81669 München
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