Chevrolet

Chevrolet auf dem Autosalon in Paris – Beeindruckende Darstellung


Von Dietmar Stanka


Es sind die Amerikaner, die auf dem Autosalon in Paris punkten. In Halle 5, wo Opel, Saab und Kia präsent sind, zeigen sich auch Cadillac und Chevrolet. GM ist wieder da, beeindruckender als je zuvor und endlich auch mit zukunftsweisenden Konzepten.


Chevrolet glänzt mit vier Weltpremieren und dem Serienmodell des Volt. Dem Automobil, das im Moment das ideale Konzept alternativer Fortbewegung darstellt.

Chevrolet Aveo
Foto: ampnet/Zimmermann


Aveo


Der Kleinwagen hat mit seiner Studie viel gemein, mit seinem Vorgänger praktisch nur noch den Namen. Der Aveo ist ein Hingucker geworden, der eine hohe Dynamik ausstrahlt. Mit einem umfangreichen Sicherheits- und Ausstattungspaket (ABS, ESP, Audiosystem mit USB-Anschluss) und seinem pfiffigen Äußeren soll er auch junge Leute zur Marke führen. Innen überrascht der Aveo mit einer Instrumententafel, die einem Motorrad nachempfunden ist. Die Mittelkonsole weist eine blaue Hintergrundbeleuchtung auf und der vordere Innenraum ist komplett mit einer umlaufenden Verkleidung versehen. Diese kann farblich unterschiedlich gestaltet werden und verläuft vom Instrumententräger bis in die vorderen Türen.




Chevrolet Captiva
Foto: ampnet/Zimmermann

Captiva


Der SUV erhielt „nur“ ein Facelift. Aber das hat es in sich. Denn unter der Haube werkeln neue und effizientere Motoren und die Frontansicht orientiert sich noch stärker an der Designsprache des Hauses. Die neuen 2,2 Liter Turbodieselmotoren mit Direkteinspritzung werden wahlweise mit 163 PS oder 184 PS angeboten. Abgerundet wird das Motorenangebot durch einen 2,4 l DOHC-Benzinmotor mit variabler Ventilsteuerung und 171 PS. Die 2,2 l Turbodieselmotoren sind ebenso wie die 2,4 l Benzinmotoren mit Front- oder Allradantrieb kombinierbar. Ein 3-Liter-V6 mit 258 PS wird das Angebot nach oben aufrunden.




Chevrolet Cruze
Foto: ampnet/Zimmermann

Cruze


Die preiswerte und sportlich wirkende Limousine bekommt den Nachwuchs, der in Deutschland für Furore sorgen soll. Ein Fließheck verschönt und vergrößert den Cruze und das sieht in der Realität richtig gut aus. Die bereits bei der Limousine coupé-hafte Linie wird mit dem Fließheck wesentlich stärker betont. Wenn Chevrolet seine Ankündigungen umsetzt und den 2-Liter-Diesel ein bisschen zu modifizieren, um mehr Leistung herauszukitzeln, schaut der Cruze nicht nur dynamisch aus, sondern bringt diese Dynamik auf die Straße.




Chevrolet Orlando
Foto: ampnet/Zimmermann


Orlando


Noch ein Van! Als wenn es nicht schon genügend Angebote auf dem Markt gäbe. Aber Chevrolet will dieses Wachstumssegment ebenso bedienen und stellte in Paris den Orlando vor. Preise nannte der deutsche Sprecher von Chevrolet, Rej Husetovic, noch nicht. Aber es darf spekuliert werden und wir vermuten den Einstiegspreis definitiv unter 20.000 Euro! Der aus dem Cruze bekannte 1,8-Liter-Benziner mit 141 PS und zwei verschieden starke 2-Liter-Diesel mit 131 bzw. 163 PS sollen den Orlando befeuern. Optional ist eine dritte Sitzreihe zu bekommen, sodass sich der Orlando in einen perfekten Großfamilientransporter verwandeln lässt.




Camaro


Ist schon wieder Weihnachten? Bald liebe Camaro-Fans. Im Frühjahr 2011 ist es so weit. Ein wiedererwecktes Urgestein der amerikanischen Muscle-Cars wird offiziell nach Europa und damit auch nach Deutschland importiert. Vorbei die Zeit, in der man auf Grauimporte zurückgreifen musste. Mit dem Small-Block-V8, der in ähnlicher Form auch in der Corvette seine unbändige Kraft an die Hinterachse schmeißt, wird der Camaro auf europäischen Straßen zu einem ernst zunehmenden Sportcoupé. Wer noch ein wenig mehr Geduld aufbringen kann, sollte ein paar Monate länger warten. Dann wird nämlich auch das Cabrio über den großen Teich geschippert.




Corvette


Kroymans ist Geschichte und damit auch die Möglichkeit ganz offiziell eine Corvette in Deutschland und Europa zu erwerben. Genau wie der Camaro wird die Corvette bei ausgewählten Händlern in Kürze zu haben sein. Neben dem Klassiker C6 und den beiden Spitzenmodellen Z06 und ZR1 wird auch der Gran Sport als Coupé und Cabrio angeboten.




Chevrolet Volt
Foto: ampnet/Zimmermann

Volt


Er kommt. Aber nicht wie in den USA in diesem Herbst, sondern erst im Laufe des nächsten Jahres. Für die europäischen Märkte stehen noch keine Preise fest, man kann aber davon ausgehen, dass sich diese an den amerikanischen Preisen orientieren. 41.000 US-$ kostet der Volt in den USA. Nach Abzug der staatlichen Förderung von 7.500 US-$ 33.500 US-$ und somit rund 6 - 10.000 US-$ mehr, als üblicherweise für ein Auto dieses Segments ausgegeben werden müssen. Dafür fährt man sauberer als je zuvor und ein gutes Gewissen darf ruhig ein paar Dollar bzw. Euro mehr kosten.




Chevrolets Ziele


Bei einem persönlichen Gespräch mit Wayne C. Brannon, dem President and Managing Director Chevrolet Europe, blickte dieser mit großem Optimismus in die Zukunft. Seiner Ansicht nach ist Chevrolet weltweit gut aufgestellt und wird sukzessive neue Segmente erobern. Begonnen wird im nächsten Jahr mit dem Orlando und dem Cruze mit Fließheck. Der Captiva erhält zudem bald einen 250 PS starken V6 und mit dem Volt wird 2011 in Europa ein ganz Weg der individuellen Mobilität beschritten. Bleibt nur noch eines: bei den potenziellen Autokäufern die Marke bekannt zu machen. Denn nur 2 Prozent der Deutschen denken beim Autokauf über einen Chevrolet nach. (ds)







Dietmar Stanka   Aribonenstraße 1 b   D-81669 München


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