Schöne heile Welt
Wie sich GM die Mobilität der Zukunft vorstellt
Von Dietmar Stanka
Foto: D. Stanka
„Drive to 2030“. Mit diesem Motto wirbt General Motors zusammen mit dem chinesischen Partner SAIC auf der EXPO in Shanghai für die Mobilität der Zukunft. In enger Zusammenarbeit mit der chinesischen Regierung, die sich in Bezug auf die Einführung von Elektroautos hohe Ziele gesetzt hat, zeigt GM unter anderem den en-v, ein zweisitziges Fahrzeug mit Elektroantrieb.
EXPO in Shanghai
Bei einem Panel im EXPO-Pavillon des amerikanischen Autobauers am 27. Juli 2010 ging es um die Elektromobilität der Zukunft. Als Podiumsteilnehmer waren Karl Stracke, Vice President, GM Global Vehicle Engineering, Prabhakar Patil, CEO von Compact Power Inc., Yu Zhuoping, Direktor des Automotive Instituts der Tongji Universität und Lai Xiaokang, Direktor des Institute of Superconductivity sowie Deputy Director des Institute of Electrical Engineering and New Material for the China Electric Power Research Institute (CEPRI) anwesend.
Die Situation des urbanen Verkehrs, so Stracke in seinen einleitenden Worten, ist dramatisch. Der Bevölkerungszuwachs, gerade in den Metropolen Chinas, führt nicht nur zu einem Verkehrskollaps, sondern auch zu einer noch höheren Umweltbelastung. Deshalb ist es an der Zeit, die Weichen für eine Zukunft zu stellen, die sich von der Hybridtechnologie zum elektrischen Antrieb bis hin zur Brennstoffzellen-Technik wandeln soll.

Foto: D. Stanka
China setzt auf Elektroautomobile
Für den chinesischen Markt ist die schnelle Einführung von Elektroautos ein entscheidender Faktor. Die chinesische Regierung will bis 2015 zwischen 500.000 und einer Million Elektrofahrzeuge auf die Straßen bringen. Damit soll der weltweit größte Markt für elektrische Automobile begründet werden. Ein wesentlicher Aspekt für die rasante Entwicklung elektrisch betriebener Automobile in China ist der große Abstand zur Benzin- und Diesel-Motoren-Technik Europas und den USA. Die chinesische Autoindustrie setzt daher auf Elektroautos, um in diesem Segment eine führende Rolle einzunehmen.
Mit der Einführung des Chevrolet Volt Ende 2010 in den USA und 2011 in China und Europa sieht sich GM als führender Hersteller bei Großserien-Elektrofahrzeugen. Der Volt wird in seinem Heimatmarkt 41.000 US-$ kosten, bei einer Förderhöhe seitens der US-Regierung von 7.500 US-$, sind es tatsächlich noch 33.500 US-$. Auch China will mit entsprechenden Subventionen den Kaufanreiz für ein Elektroauto für den Endverbraucher erhöhen. „Ein Fahrzeug mit Elektroantrieb darf nicht viel mehr kosten, als ein konventionell angetriebenes“, erläuterte Lai Xiaokang die Pläne seiner Regierung.

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Elektrische Energie
Die Sicherstellung der elektrischen Energie für die Versorgung größerer Volumen elektrisch angetriebener Fahrzeuge ist nach Aussage von Karl Stracke eine große Herausforderung. Ein Lösungsansatz ist die Beladung der Fahrzeuge in der Nacht, wenn weniger Verbraucher am Netz hängen. Wesentlicher wird aber die Nutzung regenerativer Energiequellen wie Wasserkraft, Solar und Wind sein. Lai Xiaokang sieht die Energiepolitik seines Landes diesbezüglich gut aufgestellt: „China arbeitet hart an einer effizienten elektrischen Infrastruktur“.

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Interessante Ausblicke
Die Show im Pavillon von GM suggeriert neben der emissionsfreien individuellen Mobilität ein herrlich heile Welt á la Disney. In einem animierten Film bewegen sich Menschen wie auf Schienen in ihren zweisitzigen Fahrzeugen. Mit einer ausgeklügelten Telemetrie funktioniert der Verkehr ohne Stau und Unfall auf Straßen, die in mehreren Ebenen angelegt sind. Selbst Blinde oder auch Kinder bewegen sich in ihrem eigenen Gefährt durch die Stadt, automatisiert, flott und komplett gefahrlos. Eine schöne Vorstellung, auf deren Realisierung man gespannt sein darf!
Dietmar Stanka Aribonenstraße 1 b D-81669 München
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