BMW MegaCityVehicle – eine Antwort auf die mobile Zukunft
„Es ist nicht einfach, gleichzeitig ein Premium-Automobil mit einem nachhaltigen Konzept versehen zu designen“, erzählt Adrian von Hoydonk, seines Zeichens Chefdesigner der BMW Group. „Wir haben es dennoch geschafft, die beiden scheinbar nicht verknüpfbaren Gegensätze zu einem großen Ganzen zu verbinden.“ 2013 ist es dann so weit: BMW wird unter einer noch zu benennenden Submarke das MegaCityVehicle (MCV) auf den Markt bringen. Die Antwort für den individuellen Verkehr in den immer weiter wachsenden riesigen Ballungsgebieten.
Foto: BMW AG
Eine der größten Herausforderungen nach einem entsprechend schicken Design, liegen allerdings unter dem Blech bzw. des Karosserieaufbaus aus CFK. Leichtbau ist angesagt. Denn zum einen lässt sich ein leichtes Automobil effizienter bewegen und zum anderen muss das hohe Gewicht der Batterien, die für ein elektrisch betriebenes Fahrzeug unumgänglich sind, entsprechend ausgeglichen werden.
CFK, also kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff, wurde bis dato nur in Kleinserien, Fahrzeugteilen wie Dächer (BMW M3) oder im Rennwagenbau verwendet. Kompetenz in der Herstellung sowie sicherheitsrelevante Themen standen somit bei BMW im Lastenheft ganz oben. In diversen Crashtests war das sogenannte LifeDrive-Konzept teilweise den klassischen Stahl- bzw. Alu-Konstruktionen sogar überlegen.
Mit dem LifeDrive-Konzept beschreitet BMW neue Wege. Revolutionär sogar, denn das Karosseriekonzept orientiert sich konsequent am späteren Einsatzzweck und Einsatzgebiet. Ähnlich wie bei Fahrzeugen mit Rahmenbauweise besteht das LifeDrive-Konzept aus zwei horizontal getrennten, unabhängigen Modulen. Das „Drive“-Modul, das Chassis aus Aluminium, bildet das stabile Fundament und integriert Batterie, Antrieb sowie Struktur- und Basiscrashfunktionen in einer Struktur. Der Gegenpart, das „Life“-Modul, besteht hauptsächlich aus einer hochfesten und sehr leichten Fahrgastzelle aus CFK.

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Diese Kombination verspricht Leichtigkeit, die nötige Steifigkeit sowie optimierte Sicherheit. Und im Gegensatz zu den bis dato in konventionellen Fahrzeugen verbauten Elektroantrieben wird das MCV ein Fahrzeug, das faktisch ausschließlich für den Einbau von Elektromotoren inklusive Batterien entwickelt worden ist. Der Motor sitzt auf der Hinterachse, die auch angetrieben wird. Das Batteriepackage ist in der Bodengruppe verstaut und im Vorderwagen werden ebenso wie im klassischen hinteren Gepäckabteil ausreichend Transportkapazitäten zur Verfügung stehen.

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Mit der Erfahrung des Flotteneinsatzes des MINI E sowie anderer Konzeptfahrzeuge mit Elektroantrieb will sich die BMW Group mit seiner neuen Submarke und dem MegaCityVehicle einen Marktvorsprung verschaffen. Das MCV wird als rein elektrisch betriebenes Fahrzeug sowie als Auto mit einem Range Extender (Reichweitenverlängerung mit Hilfe eines benzinbetriebenen Generators, der die Batterien auflädt) zu haben sein. Über Preise wollten oder konnten die Verantwortlichen noch keine Auskünfte geben. Man kann aber davon ausgehen, dass dieses viersitzige Automobil sich zwischen 30. und 40.000 Euro bewegen wird.

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Von Dietmar Stanka, München
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