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Design-Klassiker und zuverlässiger Langstreckenläufer
Der Jaguar S-TYPE, der in Kürze von dem neuen Jaguar XF abgelöst wird, gilt schon heute als künftiger Design-Klassiker der englischen Nobelmarke. Zugleich steht die Limousine aus der oberen Mittelklasse stellvertretend für die stetig gestiegene Produktqualität der Autos mit der Raubkatze im Grill. Im von der AUTO ZEITUNG und der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) herausgegebenen Gebrauchtwagen-Report belegt der S-TYPE bei den vier bis fünf Jahre alten Fahrzeugen Platz Eins, bei älteren Jahrgängen liegt er hinter dem Jaguar XJ nur knapp auf Rang zwei. Ob als Taxi in Wiesbaden oder als Chauffeurs-Limousine für Chemie-Manager in Marl – Laufleistungen von weit über 300.000 Kilometer sind für S-TYPE-Modelle keine Seltenheit.
S-TYPE: Der meistverkaufte Jaguar aller Zeiten debütierte 1999
Der Jaguar S-TYPE feierte 1999 auf der Birmingham Motor Show Weltpremiere. Er nahm die elegante Formensprache seines gleichnamigen Vorgängers aus den 1960er Jahren auf und verband sie mit moderner Technologie und höchstem Fahrkomfort. Diese Synthese hat den S-TYPE zum bis heute erfolgreichsten Jaguar der Unternehmensgeschichte gemacht.
Die 2004 auch optisch noch einmal gründlich überarbeitete Modellreihe gilt schon heute als künftiger Klassiker der Marke und zugleich als qualitativ extrem ausgereiftes Fahrzeug. Der nach Fahrzeugklassen und Altersgruppen unterteilte Gebrauchtwagen-Report der Kölner AUTO ZEITUNG und der GTÜ (Gesellschaft für Technische Überwachung) belegt dies eindrucksvoll.
Bei den vier bis fünf Jahre alten Fahrzeugen liegt der S-TYPE mit 14,5 Mängeln pro 100 Autos vor dem 7er-BMW (16,7), dem Audi A8 (18,2) und der Mercedes S-Klasse (22,7) auf dem Spitzenplatz im Kapitel „Ober- und Luxusklasse“. In der Altersgruppe der sechs bis sieben und acht bis neun Jahre alten Fahrzeuge rangiert er – jeweils knapp hinter dem XJ – auf Platz zwei.
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Im Dienste von Chemie-Managern in 32 Monaten 316.000 km abgespult
Im rauen Alltag eines Taxi- oder Chauffeurs-Autos hat sich der S-TYPE längst den Ruf eines verlässlichen Begleiters auf allen Wegen erworben. Gleich drei Exemplare verrichten zum Beispiel im Fuhrpark von Taxi Jakubiak in Marl ihren Dienst. Das schwarze Executive-Modell mit 2,7-Liter-Bi-Turbodiesel ist das eifrigste des Trios und hat in nur zwei Jahren und acht Monaten 316.000 Kilometer abgespult. Sein Fahrer Hans-Dieter Matzek (57) fährt seit 25 Jahren für Degussa, früher Chemische Werke Hüls, heute Evionik. Sein Job: Hochrangige Manager aus der Chemie-Branche zu den Flughafen nach Düsseldorf und Frankfurt oder zu EU-Institutionen in Brüssel zu fahren. „In den Jahren zuvor bin ich immer die klassischen Chauffeurs-Limousinen gefahren. Doch nach einigem Ärger bin ich zu Jaguar gewechselt", erinnert sich Matzek.
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Der Marler ist sehr zufrieden mit der dauerhaft guten Qualität des S-TYPE, ihm gefällt vor allem die Laufkultur und Kraft des Motors. Auch die Fahrgäste seien sehr zufrieden mit dem Komfort an Bord, nur die ganz groß Gewachsenen wünschten sich noch ein wenig mehr Kopffreiheit. Den Verbrauch beziffert der Langstrecken-Spezialist auf acht bis neun Liter Diesel auf 100 Kilometer.
Matzeks Bilanz: „Der S-TYPE ist ein hervorragendes Auto und eine sehr gute und exklusive Alternative zu den deutschen Automobilen. “ Den neuen XF habe er schon einmal beim Autohaus Wolf in Marl, wo auch „sein“ S-TYPE regelmäßig zum Service erscheint, bestaunt: „Ein toller Wagen, ich hoffe, dass ich noch einmal die Freude haben werde, ihn zu fahren.“
Wiesbadener Taxifahrer peilt mit seinem S-TPYE die 400.000-km-Marke an
Ein anderes Einsatzprofil als das im nördlichen Ruhrgebiet stationierte Auto hat der S-TYPE von Carlos Santos (44) zu bewältigen. Der gebürtige Portugiese ist Taxifahrer in Wiesbaden, lebt schon seit über 20 Jahren in Deutschland und ist stolz, im ganzen Rhein/Main-Gebiet einziger Taxiunternehmer mit einer britischen Raubkatze zu sein. Auch sein S-TYPE wird vom bewährten 2,7-Liter-Turbodiesel-Triebwerk angetrieben, ist jedoch im Gegensatz zum Modell aus Marl öfter im gemischten Stadt/Land-Betrieb unterwegs.
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Einen Jaguar zu fahren, sei schon immer sein Traum gewesen, bekennt der Vater von drei Kindern. Dass er das edle Gefährt mit einigen Wiesbadenern teilt, stört den Taxiunternehmer „mit Leib und Seele“ nicht im Geringsten. „Denn das Fahren mit dem S-TYPE macht wirklich viel Spaß.“ Als Santos seinen Traumwagen im Juli 2005 übernahm, hatte der damals noch schwarz lackierte Wagen gerade einmal 26.500 Kilometer zurückgelegt. Heute stehen 309.500 Kilometer auf der Uhr, und noch immer läuft der im Autohaus Kronberg betreute „Jag“ wie ein Uhrwerk.
Rund ein Jahr will Santos den mit beigen Taxi-Folien beklebten S-TYPE noch fahren – und in dieser Zeit möglichst noch die 400.000er-Marke überschreiten. Als Ersatz liebäugelt er mit einem weiteren S-TYPE oder sogar einem XJ. Doch eine andere Entscheidung hat er schon längst getroffen: Im April/Mai wird er sich einen X-TYPE-Estate zulegen. „Auf den hatte ich schon lange ein Auge geworfen, doch bietet ihn Jaguar erst jetzt auch mit Automatikgetriebe an. Und das ist für uns Taxifahrer einfach ein Muss.“
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