
Im Innenraum setzt die zweifarbige Vollleder-Ausstattung in kaschmirbeige und schwarz einen interessanten Kontrast. Zusätzlich veredeln ein schwarzer Dachhimmel, das Sport-Kombiinstrument und Holzzierteile wahlweise in „Pappel anthrazit“ oder „Birke hell“ das Interieur. Zu Füßen der Insassen liegen Veloursfußmatten mit eingesticktem „Edition 10“-Logo, der Fahrer erfreut sich zusätzlich an einer Sport-Pedalanlage aus gebürstetem Edelstahl. Elektrisch verstellbare Vorder-sitze und das Innenraum-Lichtpaket komplettieren das Angebot.
Zur technischen Grundausstattung des leistungsstarken Trendsetters gehörten unter anderem das Siebengang-Automatikgetriebe 7G-TRONIC mit DIRECT SELECT, ESP®, das permanente Allradantriebssystem 4MATIC und das Traktionssystem 4ETS mit Zusatzfunktionen wie Downhill Speed Regulation, Berganfahrhilfe (HSA – Hill Start Assist) und Offroad-ABS. Unwegsames Gelände lässt sich mit dem optio-nalen Offroad-Pro Technikpaket leichter bewältigen, das unter anderem eine Unter-setzung, elektronisch gesteuerte Lamellensperren für das Mitten- und Hinterachs-differenzial und eine größere Bodenfreiheit beinhaltet. Auf Wunsch steigern das Luftfederungssystem AIRMATIC mit dem adaptiven Dämpfersystem ADS, das Telematiksystem COMAND APS oder KEYLESS-GO den Komfort.
Fünf „Edition 10“-Modelle zur Auswahl
Neben dem mit 700 Newtonmetern besonders starken V8-Diesel im ML 420 CDI 4MATIC stehen zwei Selbstzünder mit souveräner V6-Motorisierung zur Auswahl. Das V6-Basisaggregat im ML 280 CDI leistet 140 kW/190 PS, der hubraumgleiche ML 320 CDI stellt 165 kW/224 PS zur Verfügung. Zusätzlich sind mit dem ML 350 und dem ML 500 mit neuem 5,5-Liter-V8-Aggregat zwei Benziner-Versionen im Angebot, die 200 kW/272 PS bzw. 285 kW/388 PS leisten.
Zehn Jahre Tuscaloosa – eine deutsch-amerikanische Erfolgsstory
Die erste Generation der M-Klasse (W 163) erschien 1997 und war der Vorreiter aller modernen Premium-SUV. Generell mit permanentem Allradantrieb ausge-stattet, vereinte es den Komfort und die Fahrsicherheit eines Personenwagens mit der Robustheit eines Geländewagens. Darüber hinaus bot das Sport Utility Vehicle noch viel Platz und beste Variabilität, der Erfolg war programmiert: Die erste Gene-ration der M-Klasse wurde bis zur Ablösung durch die komplett neu entwickelte Modellgeneration im Jahr 2005 weltweit rund 600.000 Mal verkauft. Die Baureihe W 164 setzt diese Erfolgsstory nahtlos fort, bislang haben sich bereits rund 250.000 Mercedes-Benz Kunden für dieses Modell entschieden.
Wie die erste Generation entsteht auch die aktuelle M-Klasse im DaimlerChrysler-Werk Tuscaloosa im US-Bundesstaat Alabama. Die Produktionsstätte wurde am 21. Mai 1997 nach zweijähriger Bauzeit eröffnet und war das erste Pkw-Werk der Marke Mercedes-Benz außerhalb Deutschlands. Bereits kurz nach Produktionsstart übertraf die weltweite M-Klasse Nachfrage die Erwartungen deutlich. Zusätzlich zu den ursprünglich 300 Mio. US-Dollar investierte das Unternehmen deshalb weitere 100 Mio. US-Dollar, um die Kapazität von 60.000 auf jährlich 80.000 Fahr-zeuge auszubauen. Im Rekordjahr 2002 sind in Tuscaloosa mehr als 88.000 M-Klasse Fahrzeuge gebaut worden. Von 1999 bis 2002 entstanden zusätzlich M-Klasse Fahrzeuge bei Magna Steyr in Graz, Österreich, dem Stammwerk der legendären G-Klasse.

Vor hundert Jahren begann die Allrad-Geschichte von Mercedes-Benz
Neben dem 10-jährigen Jubiläum der Baureihe verdeutlicht die M-Klasse „Edition 10“ im Jahr 2007 auch ein weiteres bedeutendes Ereignis. 1907 – vor genau hundert Jahren – entsteht im Werk Berlin-Marienfelde der erste geländegängige Allrad-Personenwagen der Welt. Das von Paul Daimler sorgfältig konstruierte Einzelstück wird vom Deutschen Reichskolonialamt in der Kolonie Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia, eingesetzt. Technisch ist das 3,6 Tonnen schwere Fahrzeug mit sechssitziger Tourenwagen-Karosserie wegweisend. Neben dem permanenten Allradantrieb hat das stattliche Fahrzeug für eine bessere Wendigkeit sogar eine Allradlenkung. Der komplette Antriebsstrang ist gekapselt und somit für die meist staubigen Wüstenpisten in „Deutsch-Südwest“ bestens gerüstet. Ein stabiler Unter-fahrschutz aus Stahl schützt den „Getriebekasten“. Der nach dem Staatssekretär im Deutschen Reichskolonialamt Bernhard Dernburg benannte „Dernburg“-Wagen ist mehrere Jahre vornehmlich im Gebiet um Windhuk und Swakopmund erfolgreich im Einsatz und legt dort insgesamt 10.000 Kilometer zurück. Nach dem Ende der Kolonialzeit verläuft sich die Spur des Einzelstücks – der Verbleib ist unbekannt.
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